Pläne für Jubiläumsfeier im Mai / Viel Arbeit

Museumsbahn befördert 3700 Gäste

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Für rund 3700 Fahrer hielt Berndt von Mitzlaff im vergangenen Jahr die Kelle aus der Museumseisenbahn Rahden-Uchte. Archivfoto: Bokelmann

Rahden - Knapp eine Stunde braucht die Museumseisenbahn Rahden, wenn sie vom Rahdener Bahnhof aus ihr Ziel in Uchte ansteuert. Die 25 Kilometer lange Strecke legen die Mitglieder des Vereins in gemütlichem Tempo zurück und ermöglichen den Besuchern damit, den Ausblick auf die Landschaft mit ihren alten Bauernhöfen zu genießen. Das kommt an, denn in der zurückliegenden Saison begrüßten die Museumseisenbahner bei 107 Fahrten rund 3700 Gäste.

Diese Bilanz stimmt den Vereinsvorsitzenden Berndt von Mitzlaff positiv. Die Attraktion bedeutet aber viel Arbeit. Immerhin wird alles ehrenamtlich auf die Beine gestellt. 2200 Stunden haben die acht Verantwortlichen im vergangenen Jahr geleistet, rechnet von Mitzlaff vor. Derzeit gibt es drei Lokführer, auf die der Verein für seine Touren zugreifen kann. „Das ist wichtig, um die Ruhezeiten einzuhalten“, erklärt von Mitzlaff, dass die Situation besser sein könnte.

„Es ist toll, was ihr da leistet“, lobt Torsten Kuhlmann als Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Kultur und Tourismus der Stadt Rahden. „Ihr tragt ein hohes Risiko und bewegt enorme Summen“, weiß er um die damit verbundene Werbung für Rahden.

Auch in diesem Jahr kommt viel auf die Freunde der Museumseisenbahn zu: Der Verein feiert sein 25-jähriges Jubiläum und organisiert dafür eine Feier. Am Sonnabend, 28. Mai, wird ein Sonderzug auf den alten Schienen verkehren und die Stationen anfahren. Dort sollen die jeweiligen Heimatvereine die Chance bekommen, sich zu präsentieren, verrät von Mitzlaff. Das Vorhaben bezeichnet der Vorsitzende des Vereins aber als schwierig, da es viele Sicherheitsvorkehrungen zu beachten gelte. Zudem müsse der Triebzug noch fertiggestellt werden – es stehen noch Malerarbeiten aus, für die der Verein weitere Freiwillige zur Unterstützung sucht.

Am Sonntag, 29. Mai, wollen die Akteure ihre Arbeit rund um die alten Wagen im Rahdener Bahnhof präsentieren und ihr Jubiläum gebührend feiern.

Die planmäßige Fahrsaison 2016 beginnt an Himmelfahrt, 5. Mai, und dauert bis zum Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober. In dieser Zeit werden diverse Fahrten auf der Strecke zwischen Rahden und Uchte angeboten, zusätzlich die Sonderfahrten (1. November Schlachtefest in Uchte; 26. November Weihnachtsmarkt in Rahden; 3. und 4. Dezember Nikolausfahrten nach Bohnhorst), für die eine Anmeldung erforderlich ist. Nähere Infos gibt es auch im Internet.

In seinem Rückblick geht von Mitzlaff auch auf die Situation der Strecke ein. „Es muss Vieles ertüchtig werden“, so der Rahdener. Insbesondere im niedersächsischen Bereich müssen ihm zufolge Schwellen und Weichen getauscht, zudem ein Übergang bei Warmsen (Landkreis Nienburg) saniert werden. „Erste Kosten für die diversen Arbeiten von rund einer halben Millionen Euro haben wir schon abgelehnt. Das können wir einfach nicht leisten“, macht von Mitzlaff deutlich und erinnert daran, dass die Museumseisenbahner schon genug andere Kosten zu stemmen hätten.

Von Mitzlaff hofft, dass die Arbeiten bis zum Jubiläum im Mai erledigt sind und setzt auf Fördermittel, die die Samtgemeinde Uchte beantragen könne.

Als nächstes steht für die Museumseisenbahner aber die Mitgliederversammlung an. Diese beginnt am Sonnabend, 27. Februar, um 16 Uhr im Mitropa-Speisewagen am Rahdener Bahnhof.

abo

www.museumsbahn-rahden.de

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