Training zur Ich-Stärkung und Gewaltprävention an der Grundschule in Tonnenheide-Wehe

Petzen ist etwas anderes als Hilfe holen

In verschiedenen Spielen lernten die Grundschüler, wie sie Grenzen aufzeigen und sich in Gewaltsituationen verhalten. - Foto: GS

Tonnenheide - Das Selbstbewusstsein und das Selbstwergefühl entwickeln sich im Laufe des Lebens und so ist es bei Kindern wichtig, diese Entwicklung der Persönlichkeit zu fördern. Die Jungen und Mädchen des dritten Jahrgangs der Grundschule Tonnenheide-Wehe lernten nun an zwei Vormittagen, wie sie ihr Ich stärken und Gewalt erkennen.

Cordula Volkening vom Institut für Ich-Stärkung und Gewalt-Prävention mit Sitz in Osnabrück war an die Grundschule gekommen und erklärte den Schülern das richtige Verhalten in Gewaltsituationen und woran sie gefährliche Momente erkennen. Finanziert wurde das zweitägige Projekt vom Förderverein der Grundschule, informiert dessen Vorstand in einer Pressemitteilung.

Die Drittklässler erfuhren an den beiden Vormittagen, dass schüchterne Kinder häufiger geärgert werden. In Rollenspielen lernten sie dann, auf ihr Bauchgefühl zu hören und ein „Nein-Gefühl“ als Warnung ernst zu nehmen. Die klare Kommunikation mit entsprechender Körpersprache und Mimik wurde in der Turnhalle der Schule ebenso geübt wie der Einsatz der Stimme.

Ein weiteres Thema des Trainings war die Aufklärung darüber, dass man Menschen, die Kindern weh tun wollen, nicht erkennen könne. Die meisten Schüler waren sich allerdings sicher, aufgrund von Äußerlichkeiten darauf schließen zu können, ob jemand böse ist oder nicht. Referentin Volkening belehrte sie dem Förderverein zufolge eines besseren.

Dass es einen Unterschied zwischen Hilfe holen und Petzen gibt, war eine weitere Botschaft, die den Schulkindern im Rahmen des Projekts vermittelt wurde. Die Trainerin wies immer wieder darauf hin, dass Jungen und Mädchen sich in kritischen Situation Unterstützung holen dürfen, ohne Angst vor Konsequenzen haben zu müssen.

Die Stärkung in der Wahrnehmung des eigenen Körpers und das Auzeigen der eigenen Grenzen durch klare Kommunikation und Körpersprache wurde sowohl in Theorie als auch in Praxis mit verschiedenen Übungen intensiv geübt. Das Training wurde zudem von den Klassenlehrerinnen begleitet, sodass auch nach der Maßnahme noch einmal über alles gesprochen werden kann.

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