Spielern Motivation zurückgeben und Defensive stabilisieren

Pätkau will TuSpo Rahden aus der Krise führen

Matthias Pätkau will der ersten Mannschaft des TuSpo Rahden die Lust am Fußball zurückgeben.  - Foto: Pollex

Rahden - Es gibt sicherlich leichtere Jobs, um im Trainergeschäft Erfahrung zu sammeln. Aber Matthias Pätkau ist zuversichtlich, dass er der Aufgabe gewachsen ist, den TuSpo Rahden aus seiner Krise zu führen. Nach nur zwei Punkten aus neun Spielen und dem Rücktritt von Spielertrainer Martin Neumann ist die Stimmung beim Fußball-Kreisligisten am Boden.

Genau das ist auch eine der Stellschrauben, an denen Pätkau als erstes drehen will. Er möchte den Spielern die Motivation zurückgeben und eine andere Körpersprache auf dem Platz sehen. Viele Gespräche wolle er führen und die Bereitschaft wecken, sich auf dem Platz gegenseitig zu unterstützen, sagt Pätkau. Viel Zeit bleibt ihm dafür momentan nicht. Schon am Donnerstagabend steht der nächste Spieltag an – ausgerechnet gegen TuRa Espelkamp, den Heimatverein des neuen Rahdener Trainers.

Hier hatte er vor zwei Jahren die C-Lizenz erworben und zunächst die A-Jugend trainiert. Nach einer Pause wechselte Pätkau zur Rückrunde 2015/16 zum TuSpo, wo er eigentlich die zweite Mannschaft als Spieler und Trainer an der Seite von Sören Ihlenfeld unterstützen wollte. Nachdem Martin Neumann am 27. September von seinem Traineramt zurückgetreten war, „habe ich gesagt, dass ich in der ersten Mannschaft gerne Erfahrung sammeln möchte“, so Pätkau. Fußball-Obmann Christian Assmann stimmte zu.

„Ich denke schon, dass Martin einen guten Job gemacht hat“, sagt er über seinen Vorgänger, der die Mannschaft bereits in der vierten Saison trainierte. Über die Gründe, warum es am Ende nicht mehr funktionierte, möchte er nicht spekulieren. Ob Neumann die Mannschaft weiterhin als Spieler unterstützt, ist nach wie vor offen. Aus Sicht Pätkaus stünde dem nichts im Wege.

Seinen Fokus legt der Trainer zunächst auf die Stabilisierung der Defensive als Grundlage für den ein oder anderen Punktgewinn, der dann hoffentlich auch die Motivation wieder anfacht. Auch ein 0:0 könne in der jetzigen Situation schon helfen. Wenn das funktioniere, könne man sich etwas offensiver aufstellen. Aber erstmal soll die „Null“ stehen, nach Möglichkeit schon gegen TuRa. „Meine Emotionen möchte ich da ganz heraushalten“, sagt er mit Blick auf die Partie gegen seinen Ex-Club.

Und das Saisonziel? Vorgaben vom Fußball-Obmann gibt es nicht. Pätkau selbst hofft natürlich als Minimalziel auf den Klassenerhalt. „Und wenn es am Ende in die Tabellenmitte geht, hätte ich auch nichts dagegen.“ J mer

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