EVG Ortsverband Osnabrück ehrt langjährige Mitglieder bei Treffen in Rahden

Gewerkschaft sagt unfairen Bedingungen den Kampf an

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Die Mitglieder des EVG-Ortsverbands Osnabrück leisten seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag für die Tarifverhandlungen der Eisenbahner und wurden nun vom Vorsitzenden Heinrich Klumpe (2.v.l.) geehrt: (v.l.) Karl-Heinz Langhorst, Günter Lückemeier, Friedrich Klostermeyer und Wilfried Große-Bursiek.

Rahden - Von der schleichenden Ausweitung von Werkverträgen, Subunternehmerleistungen und Leiharbeit wollen sich die Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) nicht unterkriegen lassen. Im Rahmen ihrer Versammlung im Westfalen Hof machten sie deutlich, dass sie der Situation den Kampf ansagen wollen.

„Wir werden es nicht zulassen, dass die von uns erkämpften Standards von einzelnen Unternehmen unterwandert werden“, stellte Heinrich Klumpe, Vorsitzender des EVG-Ortsverbands Osnabrück, fest. Widerstand kündigte er denjenigen an, „die versuchen, sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, indem sie Vereinbarungen unterlaufen“.

Umso wichtiger sei es, dass im Vergabegesetz, das sich in der parlamentarischen Abstimmung befindet, eine Soll-Regelung zum Personalübergang bei Betreiberwechsel aufgenommen werde. „Für diese Schutzklausel haben wir lange gekämpft“, erklärte Klumpe. Im Hinblick auf die Diskussion zum Konzernumbau bei der Deutschen Bahn kündigte er an, dass die EVG keiner Maßnahme zustimmen werde, die sich negativ auf bestehende Sozial- und Tarifbestimmungen auswirke.

Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Bemühungen für den Demografie-Tarifvertrag der EVG. „Dieses Kündigungsverbot schützt unsere Mitglieder, denn es dürfen keine Mitarbeiter gekündigt werden, der mindestens zwei Jahre bei der Bahn beschäftigt ist.“ Pünktlichkeit und Qualität im Schienenverkehr dürfen sich laut Klumpe nicht nur auf den Personenverkehr auf den Schienen beziehen. „Insbesondere gilt das für den Güterverkehr“, sagte Klumpe gegenüber den EVG-Mitgliedern.

Fairness bleibt

das Ziel

Eine positive Bilanz zog der Ortsverbandsvorsitzende für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. So habe die EVG in der zurückliegenden Tarifrunde bewiesen, dass sie die „gestaltende Kraft“ in der Branche sei. Der Abschluss habe nicht getoppt werden können, so Klumpe zufrieden. „Wir haben die Spaltung der Belegschaft abermals verhindert“, stellte Klumpe fest. Zu einen guten Abschluss seien auch die Verhandlungen zum Branchen-Tarifvertrag gebracht worden. Damit sei eine gute Grundlage für eine Vielzahl von Haustarifverträgen geschaffen worden.

„Der Schienenpersonennahverkehr hat eine Zukunft“, unterstrich Heinrich Klumpe. Denn die EVG habe sich erfolgreich mehr Regionalisierungsmittel eingesetzt. Eines der nächsten Ziele sei es, für faire Bedingungen im Transportbereich zu sorgen.

Im Rahmen einer Feierstunde im Westfalen Hof ehrte Klumpe im Anschluss an seine Ausführungen acht langjährige Mitglieder des Ortsverbands: Margarete Scheding aus Hüllhorst (40 Jahre), Hans Seeker aus Rahden und Hans Sundermeier aus Hüllhorst (beide 50 Jahre) sowie Wilfried Große-Bursiek aus Pr. Oldendorf, die Rahdener Friedrich Klostermeyer, Karl-Heinz Langhorst und Günter Lückemeier und Herbert Schule aus Hüllhorst (alle 60 Jahre).

abo

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