Oppenweher beweisen beim Dorfabend viel Kreativität und Humor

Eine Augenweide

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Ein rockender Heino und die Jacob Sisters gemeinsam auf der Bühne? Das ist einfach gruselig schön.

Oppenwehe - Von Melanie Russ. Erst eine Fanfare, dann ein Countdown und ein Grollen, das den Festzeltboden erbeben lässt, als würde jeden Moment eine Rakete in den Weltraum abheben. Die Oppenweher wissen, wie man einen starken Auftritt hinlegt. Das stellten sie beim Dorfabend am Freitagabend wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis.

Auch im zwölften Jahr waren den Oppenweher Ortschaften die Ideen nicht ausgegangen. Viele Gesichter auf der Bühne waren den Zuschauern bereits aus den vergangenen Jahren bekannt, die Darbietungen aber waren allesamt neu. Über Langeweile konnte sich während der rund zweieinhalbstündigen Show darum niemand im voll besetzten Festzelt beklagen.

Die Moderation wurde dieses Mal auf viele Schultern verteilt. Reinhard Holle, Rainer Sämann, Lars Mentrup, Klaus Hüsemann, Dirk Priesmeier, Linda Spreen und Andreas Vahrenkamp, unter dessen Regie der Abend stand, führten durch die Show.

Ein Video, in bester Slapstick-Tradition gedreht, stellte die Ortschaften Oppenwehes vor und brach damit sofort das Eis. Keine fünf Minuten dauerte es, und das Publikum konnte sich vor Lachen kaum halten. Reinhard Holle informierte über aktuelle Pläne, die die Attraktivität des Ortes ungemein steigern dürften: Die stillgelegte Exxon-Plattform im Oppenweher Moor soll in ein Freibad umgewandelt werden. „Das Hallenbad wurde ja zugemacht“, erinnerte Holle. Das Konzept ist offenbar bereits bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, inklusive Nutzung im Winter. Makrelen, Heringe, ein paar Rollmöpse könne man im Becken züchten. An Gründonnerstag wird abgefischt, am Karfreitag kommt der Fisch auf den Tisch – und dann wird angebadet.

Auch an anderer Stelle wird offenbar fleißig gebaut, wie Dirk Priesmeier berichtete. Sein Kamerateam hat sich ganz investigativ auf der „derzeit größten Baustelle in OWL“ umgesehen – der geplanten Transrapidstrecke zwischen Oppenwehe und Brockum. Stemwedes Ältestenrat habe beschlossen, sich ein Denkmal zu setzen und die Pläne angeschoben. Die Finanzierung stehe dank internationaler Unterstützung, unter anderem von der Fifa, auf sicheren Füßen, versicherte er.

Fester Bestandteil des Dorfabends sind natürlich die Sketche, die wieder genau den Geschmack der Zuschauer trafen. So widmeten sich Heinz Uffelmann und Friedhelm Eilmes einer der aktuell wohl wichtigsten Fragen des Lebens: Trägt Mann „unten“ Haar oder nicht? Und wenn nein, wie entledigt Mann sich am besten des Bewuchses? „Papa hat mir das nie gezeigt“, beklagte Uffelmann.

Oppenweher Dorfabend

Eine feste Größe im Programm und „immer wieder eine Augenweide“ (Rainer Sämann) sind die FCO-Damen, die mit einem Pantomimen-Tanz begeisterten. Zuvor hatte bereits die Kinder-Tanzgruppe des FC Oppenwehe die Bühne gestürmt. Einen ebenfalls sehenswerten Abschluss boten die Cowgirls Ann-Christin Mentrup, Julia Klamor, Maike Lütkemeier, Eileen Nagel, Ina Lösche und Sophia Schlömp (Bockhorn) mit ihrem Happy-Feet-Tanz.

Musikalisch wurde so ziemlich alles von Rock bis Schlager abgedeckt, von der Oppenweher Band „The Nameless feat. Singers“ über die Werkzeug-Drummer (Vahrenkamp) und die Blues Brothers (Fiskus) bis zum schaurig-schönen Aufritt von Heino – in vierfacher Ausführung! – und den Jacob Sisters.

Unter dem Strich war es wieder einmal eine grandiose Show, die die knapp hundert Akteure auf und hinter der Bühne, auf die Beine gestellt haben. „Die Ideen gehen nie aus“, versprach Lars Mentrup und machte damit berechtigte Hoffnung, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Dorfabend geben wird.

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