Neujahrsempfang der Rahdener Ortsvereine mit der ehemaligen Bürgermeisterkandidatin Bela Lange als Ehrengast

Günter Sander ein halbes Jahrhundert Sozialdemokrat

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Sie haben ihrer Partei auch in nicht immer einfachen Zeit die Treue gehalten, die langjährigen Mitglieder der SPD Rahden. Zur Ehrung gratulierten die Ortsvereinsvorsitzenden, Landtagsabgeordneter Ernst-Wilhelm Rahe, Bundestagsabgeordneter Achim Post und Bela Lange.

Rahden - Die Ehrung langjähriger Mitglieder, ein Wiedersehen mit Bürgermeisterkandidatin Bela Lange und Informationen aus der Landes- und Bundespolitik standen im Mittelpunkt des Neujahrstreffens der Rahdener SPD-Ortsvereine im Gasthaus Ulmenhof in Rahden-Stelle. Die Vorsitzenden der vier SPD-Ortsvereine freuten sich über mehr als 50 Gäste. Stadtverbandsvorsitzender Torsten Kuhlmann begrüßte die Gäste und dankte vor allem den später zu ehrenden Jubilaren für ihre Treue und Loyalität zur SPD, und dies in bestimmt nicht immer einfachen Zeiten.

Kuhlmann dankte auch Ehrengast Bela Lange noch einmal mit einem Präsent und Blumen für ihren sehr engagierten Bürgermeisterwahlkampf. Fraktionschef Friedrich Schepsmeier, der Bundestagsabgeordnete Achim Post und der Landtagsabgeordnete Ernst-Wilhelm Rahe unterstrichen ebenfalls den guten Bürgermeisterwahlkampf. Auf Kuhlmanns Frage nach ihren zukünftigen politischen Zielen erklärte sie, dass durch die interessante Rahdener Zeit ihr Interesse für weitere politische Aufgaben geweckt worden sei. Sie sei weiterhin in der Frauenpolitik im Landesfrauenrat tätig, habe neue Aufgaben im Parteirat der Grünen Niedersachsen übernommen und werde bei der anstehenden Kommunalwahl kandidieren. Alle Teilnehmer wünschten Lange viel Erfolg und spendeten langen Applaus.

Rahe kritisiert

NRW-CDU

In kurzen Redebeiträgen berichteten Post aus Berlin und Rahe aus Düsseldorf über aktuelle Themen. Der Landtagsabgeordnete kritisierte, dass die CDU offensichtlich den Landtagswahlkampf eröffnet habe und die Opfer von Köln ein zweites Mal für ihre Zwecke missbrauche. Die CDU sähe nun ihre Stunde gekommen, gegen den NRW-Innenminister Ralf Jäger und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu schießen.

In einem Gespräch am Rande wurde die Frage nach der Verfolgung von Straftätern gestellt, und ob in Deutschland nicht immer noch für alle Täter die Unschuldsvermutung gelte, bis dem mutmaßlichen Täter eine Tat eindeutig zugeordnet werden könne. Ferner wurde gefragt, ob die Identität und die Nationalität der verdächtigen Person nicht ebenfalls solange zu schützen sei und was davon zu halten sei, wenn ein CDU-Landtagsabgeordneter schon einmal „bestimmte Bevölkerungsgruppen generell eines Fehlverhaltens verdächtige“ und dann scheinheilig eine „Zäsur der öffentlichen Meinung“ feststelle.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Achim Post dankte allen Rahdener Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung in der Flüchtlingsarbeit. Er verwies darauf, dass es neben der Flüchtlingsthematik allerdings noch weitere wichtige Themen gebe. Eines sei die Ärzteversorgung im ländlichen Raum und damit auch in Rahden. Dieses Thema müsse jetzt angegangen werden und nicht erst in fünf Jahren. Post freute sich besonders darüber, dass es in Rahden wieder eine Juso-Gruppe gibt. Die Jusos Stemwede-Rahden hätten ihn vor einiger Zeit in Berlin besucht, und es habe einen durchaus auch kritischen Meinungaustausch gegeben. Aber genau hiervon lebe die Demokratie.

Post spricht über

Flüchtlinge und Ärzte

Die Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden der Rahdener Ortsvereine ehrten anschließend zusammen mit Post und Rahe die langjährigen Mitglieder. Torsten Kuhlmann ehrte Rolf Rühmeier und Sieglinde Kuhlmann für zehn Jahre Mitgliedschaft im Ortsverband Pr. Ströhen. Marion Spreen und Timo Maruzsczyk ehrten Irene Wassmann persönlich und Friedrich-Wilhelm Logemann und Harald Stephan in Abwesenheit für 25 Jahre Zugehörigkeit zum SPD-Ortsverein Rahden, dem Dieter Bolte seit nunmehr 40 Jahren angehört. Werner Tegeler wurde von Horst-Wilhelm Bruhn ebenfalls für 40 Jahre Zugehörigkeit zum Ortsverein Wehe geehrt. Auf die längste Zugehörigkeit konnte an diesem Nachmittag jedoch Günter Sander zurückblicken, der dem Ortsverein Rahden seit 50 Jahren die Treue hält.

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