Hauptschule Rahden verabschiedet 42 Schüler

„Nehmt euer Leben in die Hand“

Diese jungen Männer und Frauen haben ihr Abschlusszeugnis in der Tasche. - Fotos: Schmidt

Rahden - 42 Schüler verabschiedeten sich am Freitag mit ihrem Abschlusszeugnis in der Hand von der Hauptschule Rahden. Erwartungsfroh sahen sie ihrer Zukunft entgegen. Laut Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel haben sie auch allen Grund dazu: „Die Arbeitsplätze sind da“, berichtete er bei der Abschlussfeier in der Aula der Hauptschule von Gesprächen mit heimischen Firmen. „Nehmt euer Leben in die Hand“, ermutigte er die Absolventen.

24 Schüler haben den Hauptschulabschluss erreicht. 18 erlangten die Fachoberschulreife, davon acht mit der Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Das beste Zeugnis in der Klasse 10a bekam Nadzija Dzeladini mit einem Notendurchschnitt von 2,1. Die besten Noten in der 10b erreichte Julia Windhorst. Sie hat einen Schnitt von 1,7. Ausgezeichnet wurden außerdem die Schülervertreter Leonard Bakin (10a), Marcel Pohlmann (10a) und Yigit Celebi (10b).

Ausgezeichnete Schüler (vorne, v.l.): Yigit Celebi (Schülervertreter), Nadzija Dzeladini (Klassenbeste 10 a), Marcel Pohlmann (Schülervertreter), Julia Windhorst (Klassenbeste 10 b und Leonard Bakin (Schülervertreter). Es gratulierte unter anderem Schulleiter Hendrik Grunwaldt (hinten).

„Als deutlichen Erfolg können wir feststellen, dass 56,4 Prozent unserer Zehntklässler eine berufliche Ausbildung beginnen“, hob Schulleiter Hendrik Grunwaldt hervor. Seine Rede drehte sich um eine Frage, die sich wohl jeder Schüler schon einmal gestellt hat: Wozu in aller Welt braucht man „if-clauses“, Gerundium, Binomische Formeln, Potenzgesetze oder die Fähigkeit, Dreiecke mittels Winkelhalbierenden konstruieren zu können? „Die Frage ist leicht zu beantworten, wenn wir uns vorstellen, dass wir all die Dinge nicht gelernt hätten“, erklärte der Schulleiter. „Wie hätten wir erkennen können, wo unsere Interessen liegen?“ Eine Hauptschule habe die Aufgabe, Allgemeinbildung zu vermitteln – damit jeder aus dem großen Angebot an Möglichkeiten wählen und seinen persönlichen Weg finden könne. Und dass die Absolventen ihren Weg finden werden, daran hatte er keine Zweifel.

Der Schulleiter verdeutlichte, dass insbesondere persönliche und soziale Kompetenzen in der Arbeitswelt gefragt seien. Kompetenzen wie Ausdauer, Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit, Höflichkeit oder Toleranz. „Ich würde mich freuen, wenn es uns als euren Lehrerinnen und Lehrern gelungen wäre, auch diese Kompetenzen in euch zu entwickeln und zu stärken.“

Anerkennende und motivierende Worte gab es außerdem von der Firma Kolbus, Pfarrer Roland Mettenbrink und Stadtjugendpflegerin Vanessa Hermeling. Insbesondere Hermelings Worte schienen die Jugendlichen zu rühren. „Jeder Arbeitgeber, der euch in Zukunft begrüßen darf, kann froh sein, so tolle Persönlichkeiten im Team zu haben“, lobte sie die Zehntklässler.

Mehrere Aufführungen umrahmten die Entlassfeier. Die Mitglieder der Theater-AG der fünften Klassen der Sekundarschule gaben einen humorvollen Einblick in den Unterricht einer frechen Klasse. Schüler der Integrationsklasse hatten zudem ein Gedicht eingeübt und Neuntklässlerinnen zeigten einen modernen Tanz.

Ständchen bekamen die Abschlussklassen von der Schulband (James Haritonov, Rico Kruse, Anrdt Dettke) sowie Anne-Lena „Nale“ Weingärtner aus der Q1-Stufe des Gymnasiums. Durch das Programm führten die Neuntklässler Nina Wortmann und Julian Ulbrich.

Schülersprecher Yigit Celebi und Annika Möller verabschiedeten sich, auch im Namen ihrer Mitschüler, mit einer kurzen und lockeren Rede. Mit einem Augenzwinkern meinten sie, dass „die Schinderei“ nun endlich ein Ende habe. Doch nicht nur sie hätten Grund zum Feiern, fanden sie. Eltern könnten stolz auf ihre Kinder sein und die Lehrer hätten eine weitere Schülergeneration überlebt. Celebis und Möllers Schlussworte: „Danke an alle, die es mit uns ausgehalten haben!“ - ks

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