Naturpädagogisches Zentrum mit Kinderbetreuung entsteht im Bereich In den Sennen

„Naturkind“ soll in Wehe wachsen

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Christina Hilgenberg (l.) aus Frotheim und Eva Fuchs aus Wehe wollen bis spätestens 2015 in Wehe das naturpädagogische Zentrum „Naturkind“ eröffnen. Gestern präsentierten sie der Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ihr Geschäftskonzept und ein Modell, dass nur exemplarisch den Aufbau des Zentrums darstellen soll.

Wehe - Wer befürchtete, die Weher würden bei der Bereisung durch die Bewertungskommission des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ nur zeigen, was sie bis jetzt alles geschafft haben und die Zukunft außer Acht lassen, wurde gegen Ende der Präsentation eines Besseren belehrt: Im Feuerwehrgerätehaus stellten Eva Fuchs (36) aus Wehe und Christina Hilgenberg (30) aus Frotheim das Projekt „Naturkind“ vor, mit dem sich die Erzieherin (Hilgenberg) und die Fachkraft für Psychomotorik selbstständig machen möchten.

Die beiden Bachelor-Absolventinnen der Fachhochschule Bielefeld planen die Einrichtung eines naturpädagogischen Zentrums in Wehe, genauer gesagt auf einem Grundstück im Bereich In den Sennen. Es soll eine Art Mini-Bauernhof mit viel Natur und Lerneffekt nach Montessori-Art werden und Kooperationsmöglichkeiten mit Schulen und Kindergärten bieten. Auf einem rund zwei Hektar großen Areal wollen sie Naturpädagogik betreiben, Kindern die Umwelt näher bringen, tiergestützte Pädagogik anbieten und Psychomotorik schulen. Auch eine Ferienbetreuung wollen sie anbieten. Ein weiteres Standbein des Zentrums soll eine Tagesbetreuung für bis zu neun Kinder unter drei Jahren werden.

„Wir möchten mit ihrem Kind die Natur ganzheitlich mit allen Sinnen erleben“, heißt es in einem Flyer, den die Gründerinnen gestern auch an die Mitglieder der Bewertungskommission gaben. Für den geplanten Erwerb des Grundstücks konnte Juror Günter Heidemann in seiner Rolle als Mitarbeiter der Bezirksregierung Detmold „grünes Licht“ geben.

Spätestes 2015 soll das Zentrum eröffnet werden. Hilgenberg und Fuchs hoffen auf Fördergelder. Als Kooperationspartner hätten sich der Naturschutzbund und die FH Bielefeld interessiert gezeigt, erklären sie. Seit anderthalb Jahren planen sie das Projekt. „Jetzt wollen wir wichtig loslegen.“

In Wehe haben sie mit ihrer Idee offene Türen eingerannt, in Espelkamp Ablehnung erfahren. „Das ist toll, was sie da vorhaben“, gab‘s gestern schon mal Vorschuss-Lob von Jurorin Susanne Sassenberg.

kap

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