FWG-Fraktion zieht Antrag zurück

Nässe verhindert Rundweg um Teich

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Der Teich nahe dem Museumshof in Rahden wird wohl auch in Zukunft nur schwer zugänglich sein. 

Rahden - Einen Rundweg um den Teich am Museumshof in Rahden, wie ihn sich die FWG gewünscht hatte, wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Die Fraktion hat ihren Antrag auf den Bau des Weges zurückgezogen.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Carsten Zimmermann steht nach wie vor hinter der Idee, ein Naherholungsgebiet nahe dem Ortskern zu schaffen. Doch zu wenig Leute hätten sich dafür begeistert, erklärte er am Donnerstag bei der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses in der Grundschule Rahden.

Obwohl der Antrag recht schnell vom Tisch war, diskutierten die Ausschussmitglieder noch eine ganze Weile über das Vorhaben. Ein Ausschluss-Kriterium war in den Augen vieler der feuchte Boden rund um den Teich.

Bauamtsleiters Dieter Drunagel hatte sich einen Tag vor der Sitzung persönlich ein Bild davon gemacht. Mit einem Spaten habe er 60 Zentimeter tief gegraben, erzählte er. „Ich bin nicht auf festen Boden gestoßen.“ Drunagel schilderte weiter, dass sich nach kurzer Zeit eine Pfütze in dem Loch gebildet habe. Der Boden sei nass und oft stehe das Wasser geradezu.

Außerdem rechnete der Verwaltungs-Mitarbeiter die Kosten für einen Rundweg vor. Das Material koste alleine 4 000 Euro, hinzu kämen Maschinenkosten im vierstelligen Bereich. Diese Rechnungen könnten von Spenden, welche die FWG (5 000 Euro) und UFR (2500 Euro) in Aussicht gestellt hatten, gedeckt werden. Um den Weg von Müll, Unkraut und Ästen freizuhalten, würden pro Jahr laut Drunagel jedoch weitere Tausend Euro anfallen. Nach spätestens 15 Jahren stünde zudem eine komplette Erneuerung an. Außerdem würde sich der Fischereiverein der Stadt, der sich derzeit um den Beschnitt der Äste kümmert, zurückziehen, da dort dann keine Ruhezone mehr sei.

Bürgermeister Dr. Bert Honsel: „Ich bin überzeugt, dass das nicht der richtige Standort ist.“ Es sei zwar ein schöner Teich, doch das nütze nichts, wenn der Weg drumherum „absaufe“, so Honsel. Alle Fraktionen, bis auf die FWG und die UFR, waren ähnlicher Meinung. Winrich Dodenhöft (Grüne) regte als Alternative eine Querverbindung vom Radweg an der Lemförder Straße zum Vorplatz des Museumshofes an.

Schmidt-Tschech: „Das ist ein Unding“

„Das ist doch ein Unding, dass man diesen Teich nicht sehen kann“, klagte Gundel Schmidt-Tschech (UFR). Sie ergänzte: „Wir haben wenig zu bieten an Naherholungsgebieten.“ Der Teich, freigeschnitten und von einem Weg umgeben, könnte ihr zufolge ein weicher Standortfaktor sein. Doch wenn es nicht gewollt werde, werde es halt nicht gemacht. Rahden verliere eine riesige Chance, warnte sie.

„Können wir den Punkt verlassen?“, fragte Ausschussvorsitzender Wilhelm Kopmann nach zahlreichen weiteren Meldungen. Niemand widersprach. Kopmann: „Endlich! Mit drei Ausrufezeichen!“ 

ks

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