DRK Rahden ehrt Spender und bestätigt Vorstand

Nach Blutspenden-Rückgang geht es wieder bergauf

Stolze Leistung: Diese Männer und Frauen haben schon 75, 100 oder 125 Mal Blut gespendet. - Fotos: Schmidt

Rahden - In Deutschland werden laut dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) etwa 15.000 Blutspenden pro Tag benötigt. Für viele Kranke und Verletzte sind die Transfusionen lebensnotwendig. Daher dankte der Rahder DRK-Ortsverein bei seiner Jahreshauptversammlung mit Blutspenderehrung am Montagabend im Ulmenhof den Rahdenern, die schon oft für den guten Zweck auf der Pritsche lagen. Mehrfach- und Jubiläumsspender erhielten Ehrennadeln, Präsente und Urkunden.

Rahdens Blutspendebeauftragte Ingrid John freute sich, eine steigende Bereitschaft zur Blutspende vermelden zu können. In diesem Jahr habe das Rahdener DRK-Team bereits 660 Spenden abgenommen, 47 davon von Erstspendern. Ein Blutspendetermin für dieses Jahr steht noch aus – dieser findet am 20. Dezember in der Hauptschule statt.

Auch für alle, die zum 25. oder 50. Mal Blut gespendet hatten, gab es eine Ehrennadel.

Die Nachricht über die wachsende Blutspendebereitschaft ist vor allem mit Blick auf die Statistiken der vergangenen Jahre erfreulich. Gaben im Jahr 2014 in Rahden noch 701 Spender Blut, so waren es 2015 nur 661.

Auch in Pr. Ströhen hatte es einen Rückgang gegeben. 2014 wurden in der Ortschaft 336 Spender verzeichnet, im folgenden Jahr 319. Lediglich in Wehe ist die Zahl in den vergangenen beiden Jahren von 113 auf 125 gestiegen.

60, 70 oder 80 Mal lagen diese Rahdener schon zum Blutspenden auf der Pritsche.

DRK-Vorsitzender Hartmut Jork dankte allen Spendern sowie den Helfern des DRK. In Rahden sind etwa 20 bis 24 Ehrenamtliche bei den Blutspendeterminen im Einsatz, in Pr. Ströhen und Wehe packen jeweils zehn bis 15 Personen mit an.

90, 110 oder sogar 130 Blutspenden verdankt das Rahdener DRK jedem dieser Spender.

Auf Hilfsbereitschaft der Bevölkerung setzt auch das Team der DRK-Kleiderkammer. Die Helferinnen haben im vergangenen Jahr vor allem den Anstieg der in Rahden lebenden Flüchtlinge zu spüren bekommen, berichtete Beisitzerin Marlene Holtmann. Wurde 2014 in der Kleiderkammer rund 600 Personen geholfen, so waren es 2015 mehr als doppelt so viele. Auch die Anzahl der verteilten Dinge hat sich stark erhöht: Im vergangenen Jahr waren es rund 5 500 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Arbeitsstunden ist von 696 auf 1 279 gestiegen.

60, 70 oder 80 Mal lagen diese Rahdener schon zum Blutspenden auf der Pritsche.

Uwe Altvater berichtete von den Sanitätsdiensten, der sogenannten „Blaulicht-Fraktion“. Diese war unter anderem beim Stadtfest und im Weser-Stadion im Einsatz. Ein großes Thema war auch bei den Sanitätern die Flüchtlingssituation. Helfer des Rahdener DRK waren in Notunterkünften in der Umgebung im Einsatz. Laut Altvater seien viele dabei an ihre Grenzen gegangen – sowohl zeitlich als auch emotional.

Auf der Tagesordnung der Versammlung stand außerdem die Wahl des Vorstands. Alle Amtsträger wurden einstimmig wiedergewählt. Somit setzt sich der Vorstand nach wie vor zusammen aus Hartmut Jork (erster Vorsitzender), Klaus Kienemann (zweiter Vorsitzender), Wilfried Tempelmeier (Schatzmeister) sowie Uwe Altvater, Marlene Holtmann, Ingrid John, Christa Felderhoff und Ute Rasfeld (Beisitzer).

ks

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