Spielmannszug Stelle-Stellerloh feiert 60. Geburtstag und organisiert großes Treffen

„Musik macht Vereinsleben bunter und lebenswerter“

Bei einem Platzkonzert stellten die Spielmannszüge, hier die Gruppe aus Kleinendorf, ihr Können unter Beweis.

Stelle - „Was wäre ein Schützenverein ohne einen Spielmannszug?“ Für Horst Schwarze, Major und erster Vorsitzende der Schützen aus Stelle-Stellerloh, undenkbar. „Es ist immer schön anzusehen, wenn ihr mit klingendem Spiel an der Spitze des Vereins vorweg marschiert“, begrüßte er die Spielleute aus dem Schützenkreis zum Kreisspielmannszugtreffen.

Major Horst Schwarze (r.) und Klaus Kienemann (3.v.r) überreichten jedem Spielmannszug ein Geschenk in Form eines 70-Euro-Gutscheins. Zum 60. Geburtstag des Spielmannszuges Stelle-Stellerloh gratulierten auch Bürgermeister Bert Honsel (2.v.r.) und Schützenkreisvorsitzender Karl-Heinz Bollmeier (6.v.r.) - Fotos: Frensing

Der Spielmannszug Stelle-Stellerloh feierte seinen 60. Geburtstag, für die Schützen aus Stelle-Stellerloh ein guter Grund, die Spielmannszügeaus dem Schützenkreis zu ihrem Schützenfest einzuladen. Zum Kreisspielmannszugtreffen am Samstagnachmittag waren die Spielleute aus Wehe, Tonnenheide, Varl, Alt-Espelkamp, Varlheide, Kleinendorf, Sielhorst, Oppenwehe, Wehdem und Reinigen-Dielingen gekommen und hatten bereits vor der offiziellen Begrüßung im Festzelt durch Horst Schwarze und dem neuen Kreis-Tambourmajor Lars Rehling mit einer Parade vorbei am Königshaus „Goldstein“ das Steller Schützenvolk erfreut.

Horst Schwarze unterstrich, dass sich in den vergangenen 60 Jahren viel geändert hat, auch die Musik im Spielmannszug. „Lernte man früher die verschiedenen Märsche nach Grifftabellen oder Gehör, so werden den Musikern heute in verschiedenen Lehrgängen Noten beigebracht, um dann die neuesten Musikstücke zu üben.“

Horst Schwarze kennt aus seiner eigenen Zeit als Spielmann die weiteren Vorzüge des Musizieren: man lernt viele neue Leute kennen und erfährt, dass die Gemeinschaft ein tolles Erlebnis ist. Er sprach aber auch die Nachwuchsprobleme an. Das Freizeitangebot sei einerseits sehr groß und durch den Nachmittagsunterricht an den Schulen hätten die Kinder und Jugendlichen einfach nicht mehr die Zeit für das Musizieren, bedauerte er.

Umso mehr sprach er allen ein besonderes Lob aus, die „die Tradition des Spielmannszuges und des Schützenwesens weiter aufrechterhalten.“ Er appellierte an die Eltern, ihre Kinder für die Musik zu begeistern.

Kreisvorsitzender Karl-Heinz Bollmeier zog keinen Geringeren als Wolfgang Amadeus Mozart heran, der einmal gesagt hat „Ohne Musik ist Alles Nichts“, um die Bedeutung der Musik hervorzuheben. „Musik macht auch unseren Schützenkreis und das Vereinsleben bunter, schöner und lebenswerter“, unterstrich er und dankte dem Spielmannszug Stelle-Stellerloh für 60 Jahre wertvolle musikalische Bildungs- und Jugendarbeit, die die Zukunft der Musiklandschaft sichere.

Bevor die Spielleute mit jeweils zwei Stücken ihr Können beim großen Platzkonzert unter Beweis stellten, hatte Horst Schwarze für jeden Spielmannszug noch ein Geschenk, das von der „Stiftung Standort Hier“ der Stadtsparkasse gesponsert war: einen Gutschein über 70 Euro für Material beim Musikhaus Lohmeier.

kf

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