Museumshof verschiebt Investitionen / Triebachse der Rossmühle gebrochen

Unerwartete Baustellen erschweren das Sparen

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Auf dem Foto ist die Rossmühle noch heile, nun ist die Triebachse gebrochen. Archivfoto: Russ

Rahden - Von Katharina Schmidt. Die Stadt Rahden muss sparen – das bekommt unter anderem der Museumshof zu spüren. In diesem Jahr muss er mit 35500 Euro weniger auskommen als zunächst geplant und Investitionen aufschieben. Unerwartete Baustellen erschweren die finanzielle Situation zusätzlich.

Eine der unerwarteten Baustellen ist die Rossmühle: Beim vergangenen Aktionstag ist die Triebachse der Mühle gebrochen, berichtet Tourismusbeauftragte Lena Meyer. Den Pferden, die die Mühle in Gang setzten, sei zum Glück nichts passiert. Am Schwierigsten bei der Reparatur werde, einen passenden Baum zu finden. Dieser müsse entsprechend gewachsen sein, um die Achse möglichst originalgetreu ersetzen zu können.

Auch Sturmschäden hatten unerwartete Kosten zur Folge. Starker Wind habe vor Kurzem eine große Tanne auf den Zaun um die Schafweide geweht, erzählt Meyer.

Für dieses Jahr geplante Investitionen des Museumshofes sollen zudem verschoben werden. Dazu gehört die Sanierung der Reetdächer. Diese sind laut Meyer zwar noch nicht undicht, aber „schon sehr ausgedünnt“. In den kommenden Jahren müssten sie auf jeden Fall saniert werden. Eigentlich sollten die Dächer beim 50. Jubiläum des Museumshofes im kommenden Jahr auf Vordermann sein. Ob das trotz der Verschiebung klappt, kann Meyer nicht versprechen. Auch in der vom Rat beschlossenen Aufstellung zur Kürzung von Ansätzen steht, dass eine Fertigstellung zum Jubiläum gegebenenfalls nicht mehr gewährleistet werden kann.

Durch die Aufschiebung der Instandhaltungsmaßnahmen erhöht sich der Haushalts-Ansatz für das Jahr 2016 auf 72000 Euro. Für 2015 bleiben 7500 Euro. Davon entfallen 3300 Euro auf feste Ausgaben, für die allgemeine Unterhaltung bleiben dem Museumshof 4200 Euro. „Wir müssen schon gucken, wo wir einsparen können“, schlussfolgert Meyer.

Die Tourismusbeauftragte und der Rest des Museumshof-Teams sind nicht die einzigen, die den Gürtel enger schnüren müssen: In der Begegnungsstätte Wehe wird laut dem Ratsbeschluss auf den Ersatz der Heizungsgasanlage verzichtet, die Stadtbücherei muss mit 5000 Euro anstatt wie gedacht mit 9500 Euro für neue Medien auskommen, die Höhe des Zuschusses an den Kul-Tür Verein wird um die Hälfte gekürzt und der Neubürgerempfang soll künftig nur noch einmal im Jahr stattfinden.

Außerdem sind für die Anschaffung von Spielgeräten für Spielplätze nun nur noch 6000 Euro eingeplant. Vorher war es doppelt so viel Geld.

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