Museumseisenbahner sind zufrieden / Sanierungsarbeiten an den Gleisen nötig

Rund 400 Besucher auf alten Schienen unterwegs

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Bereit zur Abfahrt: Bernd von Mitzlaff ist mit den Fahrten des „Uerdinger“-Schienenbusses zufrieden.

Rahden - Von Anika Bokelmann. Am 26. Mai 1968 wurde der Personenverkehr auf der Bahnstrecke zwischen Nienburg und Rahden eingestellt. Wenn sich nun die Museumseisenbahn für eine Fahrt auf die alten Gleise begibt, kommen bei vielen Besuchern noch Erinnerungen hoch. Jetzt ist die Saison für dieses Jahr beendet – und die Verantwortlichen um ihren Vorsitzenden Bernd von Mitzlaff mit den Zahlen durchaus zufrieden.

Mit rund 50 Kilometern pro Stunde fährt der historische Triebwagen der Museumseisenbahn Rahden mehrmals im Jahr nach Uchte und macht dabei mit lauten Pfeifgeräuschen auf sich aufmerksam. Früher reichte die Strecke bis Nienburg, doch heute enden die Fahrten der Kleinbahn nach rund einer Stunde. Genutzt werden die Ausflüge von Eisenbahnfreunden aus der näheren und weiteren Umgebung sowie Familien und größeren Gruppen. „Die Besucherzahlen waren im Rahmen“, lautet das Fazit von Bernd von Mitzlaff.

Der Vorsitzende des Vereins Museumseisenbahn Rahden-Uchte spricht von rund 400 Leuten, die sich auf die sechs Fahrten verteilten. Diese haben die Verantwortlichen von Himmelfahrt bis zum Tag der Deutschen Einheit am vergangenen Wochenende angeboten. Die Zahlen sei rückläufig, hat von Mitzlaff beobachtet. Als Vereinsvorsitzender weiß er, dass die Frequentierung sehr vom Wetter abhängig ist. Die Sonderfahrten, die die Gäste unter anderem zum Spargelessen transportiert hatten, seien gut angekommen, erinnert sich von Mitzlaff.

„Nächstes Jahr wird es eine Fahrt mehr geben“, verrät er. Das liegt daran, dass der Feiertag im Frühjahr sehr früh sei, so der Museumseisenbahner. Das Jahr ist für die Züge der Museumsbahn aber mit der Saisonabschluss-Fahrt nicht endgültig zu Ende: Am 1. November geht es von Rahden zum Schlachtefest nach Uchte, am 28. November besuchen die Mitglieder den Rahdener Weihnachtsmarkt und zum Nikolaus wird es ebenfalls wieder Fahrten geben.

Bevor der „Uerdinger“-Schienenbus im nächsten Jahr wieder auf die Schienen darf, stehen zunächst dringende Sanierungsarbeiten an. Die ständigen Instandhaltungen sind nötig, um die alte Strecke weiter nutzen zu können. Jetzt müssen von Mitzlaff zufolge Gleise an einem Brückenabschnitt erneuert werden. „Wir dürfen dort derzeit nur noch fünf Stundenkilometer fahren“, berichtet er.

Auf der betroffenen, rund 300 Meter langen Strecke müssten die Schwellen und Gleise ausgetauscht werden. Dazu müssen die Mitglieder der Museumseisenbahn aber zunächst das passende Material finden. Denn für die Arbeiten zeichnen die Eisenbahnfreunde selbst verantwortlich und müssen gebrauchtes Material auftreiben. Hinzu komme, dass Arbeiten an Brücken besonders schwer seien, sagt Bernd von Mitzlaff.

Froh ist er daher, dass eine Prüfungskommission im Juli an den Wagen keine Beanstandungen gemacht habe. Alle zwei Jahren werden die historischen Waggons unter die Lupe genommen, um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten.

Noch sind nicht alle Fahrten bis ins letzte Detail geplant und es ist noch viel zu tun, bevor der historische Triebwagen wieder Fahrt aufnehmen wird, aber Bernd von Mitzlaff und seinen Mitstreitern schwebt schon eine besondere Fahrt vor: Da der Verein 2016 sein 25-jähriges Jubiläum feiert, wollen die Eisenbahnfreunde sich an der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Rahdener Museumshofes beteiligen. „Die beiden Events lassen sich sicher gut verbinden“, findet von Mitzlaff, der unter anderem an eine Sonderfahrt am Sonntag, 19. Juni 2016, denkt.

www.museumsbahn-rahden.de

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