Mühlenfreunde Wehe begrüßen bei Mahl- und Backtag Partner aus Sachsen

Freundschaft hält seit 20 Jahren

+
Stoßen beim Mahl- und Backtag in Wehe auf ihre „sehr fruchtbare Partnerschaft“ an (v.l.): Friedrich Schepsmeier, Christa Dreßler, Heinrich Wiegmann und Bernd Dreßler.

Wehe - Viele Besucher beim plattdeutschen Gottesdienst mit Pfarrer Rainer Rohrbeck und ein gelungener Auftritt der Big Band des Söderblom-Gymnasiums: An Himmelfahrt war an der Weher Mühle einges los. Die Mühlenfreunde hatten alle Hände voll zu tun, um der Nachfrage nach frischem Brot und Kuchen sowie den begehrten Dinkelwaffeln Herr zu werden. Unter den Gästen begrüßten die Weher auch ihre Freunde aus dem sächsischen Kottmarsdorf.

Vor mehr als 20 Jahren besiegelten die Mühlen- und Heimatfreunde aus Wehe und dem Ort in der Oberlausitz vertraglich ihre Partnerschaft. Mit der Wende 1989/1990 sei die Idee gekommen, sich umzusehen, erinnerte sich Bernd Dreßler vom Natur- und Heimatverein Kottmarsdorf. „Partnerschaften schossen damals wie Pilze aus dem Boden.“ Derzeit habe man eine Partnerschaft mit Mühlenfreunden gesucht. „Und eine Bockwindmühle sollte es sein“ verdeutlichte Dreßler. Denn eine solche Mühle wird auch vom Heimatverein in Kottmarsdorf gepflegt. Fündig wurden die Oberlausitzer an der Westfälischen Mühlenstraße. Aus der Suche sei dann die Partnerschaft mit Wehe geworden.

Dank der Verbindung mit den Wehern sei man dann bei einer Versammlung der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde (DGM) in Lübbecke dabei gewesen, erinnerte sich Bernd Dreßler. Das blieb nicht so ganz ohne Folgen. Beim zweiten bundesweiten Mühlentag an Pfingsten 1995 richteten die Kottmarsdorfer die zentrale Eröffnungsfeier aus. „Da hatten wir an dem Tag 10000 Besucher auf unseren Mühlengelände.“ Ganz so viele Gäste würden auf das Weher Mühlengelände nicht passen, merkte Friedrich Schepsmeier an, Vorsitzender des Weher Heimatvereins. Das Areal in Kottmarsdorf sei aber größer.

Die Partnerschaft laufe, man besuche sich gegenseitig, betonten Dreßler und Schepsmeier. Dabei tauschen sich Weher und Kottmarsdorfer aus – über Mühlen, deren Geschichte, Unterhaltung und Betreuung.

Durch die Weher habe man die Anregung zum Brotbacken an der Mühle bekommen, so Dreßler. „Beim Besuch aus Kottmarsdorf im vorigen Jahr nahmen wir einen ganzen Sack voller Ideen mit“, ergänzte Schepsmeier.

Bernd Dreßler und Friedrich Schepsmeier sprachen von einer „sehr fruchtbaren Partnerschaft“. Die beinhalte auch, Land und Leute kennenzulernen. Dass eine Partnerschaft auch nach mehr als 20 Jahren noch laufe, das finde man nicht mehr so oft, meinte Dreßler.

dk

Mehr zum Thema:

Wie werde ich Bestatter/in?

Wie werde ich Bestatter/in?

Was moderne Brausen fürs Bad alles können

Was moderne Brausen fürs Bad alles können

CDU siegt bei Saar-Wahl - SPD profitiert nicht von Schulz

CDU siegt bei Saar-Wahl - SPD profitiert nicht von Schulz

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

Meistgelesene Artikel

Auto kippt in Bad Oeynhausen nach Kollision auf die Seite

Auto kippt in Bad Oeynhausen nach Kollision auf die Seite

Lkw-Anhänger mit Spirituosen brennt ab

Lkw-Anhänger mit Spirituosen brennt ab

20-Jähriger befestigt Blaulicht an Auto und wird von Polizisten gestoppt

20-Jähriger befestigt Blaulicht an Auto und wird von Polizisten gestoppt

Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt

Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt

Kommentare