Besucher erfahren bei Mahl- und Backtag Interessantes über vergangene Zeiten

Mühle passt sich dem Wind an

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In der Bockwindühle Wehe gab es viel zu entdecken. Fragen zu dem historischen Bauwerk beantwortete beim Mahl- und Backtag Dieter Windmöller vom Heimatverein (r.).

Wehe - Mal drehten sich die Flügel, mal nicht: Die Bockwindmühle in Wehe schien beim Mahl- und Backtag am Sonntag passend zum April zu machen, was sie will. Dieter Windmöller vom Heimatverein Wehe lieferte eine Erklärung dafür: „Heute haben wir umlaufenden Wind“, berichtete er Besuchern im Inneren der Mühle. „Der ändert ständig seine Richtung.“ Und tatsächlich: Auf einmal knarrte es, zuvor minutenlang stillstehende Räder setzten sich wieder in Bewegung und der Schrotgang nahm Fahrt auf.

Um die Mühle passend zur Windrichtung zu positionieren, kann man sie drehen. Mit drei Mann oder einem Pferd geht das laut Windmöller relativ leicht. An Tagen wie diesem Sonntag müsste man die Mühle aber andauernd nachregulieren. Früher hätten die Müller sich die Mühe gemacht: „Wenn Wind da war, wurde das ausgenutzt“, wusste Windmöller. Mit der Zeit wurden die Gänge ihm zufolge zusätzlich mit einem Dieselmotor, noch später mit Strom angetrieben. So konnten die Müller auch Mahlen, wenn sich am Himmel kein Lüftchen regte.

Vom Steinboden, der obersten Etage der Mühle, ließ sich das Treiben auf dem Mühlengelände gut beobachten. Zahlreiche Besucher aßen Bratwurst, Waffeln oder Kuchen und genossen einen geselligen Nachmittag. Sie konnten zum ersten Mal in diesem Jahr den Rhabarberkuchen aus der Backstube kosten. Außerdem servierte der Heimatverein erneut Kirschkuchen, der beim vorigen Mahl- und Backtag sehr gut angenommen wurde.

Friedrich Schepsmeier, Vorsitzender des Heimatvereins Wehe, zeigte sich zufrieden. „Das wir ein solches Wetter haben, hätten wir gestern auch nicht zu hoffen gewagt“, sagte er. „Gut ist auch die Symbiose mit dem Kleintiermarkt“, fügte er hinzu. Dieser lockte am Vormittag unzählige Besucher zum Landmarkt Wiegmann direkt gegenüber der Mühle. Unter ihnen waren viele Familien mit Kindern, die im Anschluss beim Mahl- und Backtag vorbeischauten. „Dadurch ist unser Publikum etwas gemischter“, hat Schepsmeier festgestellt.

Für passende Musik sorgte die Klassenband der sechsten Jahrgangsstufe des Rahdener Gymnasiums. Die Schüler musizierten unter der Leitung von Ulrike Detert.

ks

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