Melanie Wietelmann ist neues Gesicht der Volkshochschule in Rahden

Ganz nah am Geschehen

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Zufriedene Teilnehmer und eine gute Stimmung am Schulort sind der neuen örtlichen Beauftragten für den VHS-Schulort Rahden, Melanie Wietelmann, wichtig.

Rahden - „Ich organisiere gern“, sagt Melanie Wietelmann. Und Bildung liegt ihr ebenfalls am Herzen. Darum hat sie sich beworben. Die Varlerin ist ab diesem Semester das neue Gesicht der Volkshochschule (VHS) Lübbecker Land am Schulort Rahden. Als örtliche Beauftragte ist sie Ansprechpartnerin für alle Teilnehmer und Noch-Nicht-Teilnehmer. Außerdem steht sie im engen Dialog mit Dozenten, Hausmeistern, Stadtverwaltung und der VHS-Geschäftsstelle. Für ihre neue Aufgabe hat sie sich so manches vorgenommen.

Der VHS-Schulort Rahden müsse sich nicht verstecken, findet Melanie Wietelmann. „Wir sind gut aufgestellt“, unterstreicht die 40-Jährige. Mit dem Laientheatern „Schatulle“ und „Mini-Schatulle“ sowie der Radiowerkstatt verfüge die VHS in Rahden über drei Aushängeschilder. Trotzdem sieht sie noch Potenzial, das ein oder andere zusätzlich ins Angebot aufzunehmen. „Wir brauchen jedoch keine 20 Sportkurse.“ Ihr ist vielmehr daran gelegen, ein vielschichtiges Programm anzubieten, das Menschen aller Altersgruppen anspricht – von Kindern bis Senioren.

Als Musikangebot beispielsweise gebe es bisher nur Gitarre spielen. Das sei noch mehr möglich, ebenso wie bei der „jungen VHS“. Zur Heimatkunde würde sie gern Betriebsbesichtigungen oder Fahrradtouren anbieten. Ferner sei der Bereich berufliche Bildung ausbaufähig. Im Blick hat sie dabei mehr als nur rein fachliche Kompetenzen. „Für jede Idee braucht es aber immer auch den passenden Dozenten.“ Deshalb werde man sehen müssen, was sich realisieren lasse.

„Weiterbildung und Fortbildung im ländlichen Raum vorantreiben, ist mir ein großes persönliches Anliegen“, erklärt Melanie Wietelmann. Schulen mache ihr Spaß, egal ob es um Erwachsene oder Kinder und Jugendliche gehe. Seit vielen Jahren ist sie als Dozentin bei der VHS tätig. Auch ehrenamtlich mit Kindern im offenen Ganztag gearbeitet hat sie bereits.

Obwohl sie eine lange, enge Verbindung zur VHS habe und alle hauptamtlichen Mitarbeiter und die Leitung viele Jahre persönlich kenne, komme gerade am Anfang doch eine Menge Arbeit auf sie zu. Jetzt im ersten Semester werde sie bei allen Kursen in Rahden einmal vorbeischauen, hat sich die VHS-Beauftrage vorgenommen, die hauptberuflich als Mitarbeiterin im IT-Servicemanagement in einem Unternehmen der Region arbeitet.

Eine gute Stimmung am Schulort und zufriedene Teilnehmer seien ihr wichtig, betont Melanie Wietelmann. „Wenn es ein Problem gibt, möchte ich, dass es angesprochen wird, damit ich es klären kann.“ Bestimmte äußere Rahmenbedingungen werde sie jedoch nicht ändern können. „Wenn es um Sporthallen geht, ist die räumliche Situation gerade im Winter schwierig.“

Feststellt die Varlerin, dass der Trend zu kürzeren Kursen geht. „Kaum jemand möchte sich heute noch für 15 Abende binden.“ Gefragt seien kurze und prägnante Angebote. Reine Vorträge seien ebenfalls nicht mehr so gefragt. Die Tendenz gehe zu Workshops oder Angeboten, bei denen es zu einer Interaktion zwischen Dozent und Teilnehmern komme. Auch das möchte sie berücksichtigen.

„VHS-Kurse sind mein Hobby“, merkt Melanie Wietelmann an und schmunzelt. Und so ist die 40-Jährige nicht nur örtliche Beauftragte und Dozentin der VHS, sondern gerne auch Teilnehmerin. Näher dran kann man am Geschehen kaum sein.

SoR

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