Erstmals Medienscouts am Gymnasium Rahden ausgebildet

Mehr Medienkompetenz

Premiere im Gymnasium Rahden: Erstmals wurden 20 Medienscouts ausgebildet. - Foto: Russ

Rahden - Die Ausbildung von Streitschlichtern hat am Gymnasium Rahden bereits eine lange Tradition. Weil mit der Allgegenwart von Smartphones und sozialen Netzwerken neue Herausforderungen auf sie zukommen, haben die Streitschlichter jetzt erstmals eine Zusatzausbildung zum Medienscout erhalten. Jetzt wurden die Zertifikate für die bestandene Abschlussprüfung überreicht.

Die Initiative zur Medienscout-Ausbildung ging laut Lehrerin Martina Goedejohann von den Streitschlichtern selbst aus, die sich eine größere Kompetenz in Sachen Medien wünschten. Die Schule kam diesem Wunsch nach und organisierte im Rahmen des WPII-Kurses „Anderssein“ in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Cyberscouts“ im Kreis Minden-Lübbecke mit Birgit Thinnes vom Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung der Kreispolizei eine Zusatzausbildung, die über das gesamte zweite Halbjahr lief.

Die angesprochenen Themen reichten von Datenschutz und Privatssphäre über Cybermobbing und Urheberrecht bis hin zur sexualisierten Anmache im Netz.

Anders als bei der Streitschlichter-Ausbildung mussten die Schüler im Rahmen einer Abschlussprüfung anhand eines realen Falls beschreiben, welche – auch rechtlichen – Schritte sie dem Opfer empfehlen würden. Zu tun bekamen sie es unter anderem mit einem eher harmlosen Fall, in dem ein Schüler von seinen Mitschülern schlafend gefilmt und das Video im Internet veröffentlicht wurde, aber auch mit einem Fall, in dem ein Video, in dem ein Mann erschossen wird, unter Schülern die Runde macht.

„Die Prüfung haben alle mit Bravour gemeistert. Ich bin ganz stolz“, freut sich Goedejohann. Eine derartige Ausbildung mit Abschlussprüfung habe bisher keine Schule angeboten. Gerade in diesem Bereich sei Kompetenz aber wichtig. Schulleiterin Ingrid von Mitzlaff dankte den Schülern bei der Zertifikatsübergabe für ihr Engagement.

Die erste Aufgabe der Medienscouts wird es im neuen Schuljahr sein, in die fünften Klassen zu gehen und auf die Gefahren des Internets und den richtigen Umgang mit persönlichen Daten aufmerksam zu machen. „Wir merken immer wieder, dass die Fünftklässler die digitalen Medien ganz unbedarft nutzen“, so Goedejohann.

Die Medienscousts werden auch die Klassen der benachbarten noch jungen Sekundarschule besuchen, solange dort keine eigenen Medienscouts ausgebildet werden können. Am Gymnasium soll die Ausbildung nach der erfolgreichen Premiere fortgesetzt werden.

mer

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