Anlieger bestehen auf Optimierung der Beleuchtung nach dem Verursacherprinzip

Mehr Licht, aber keine Kosten

Wenn es dunkel wird an der Sandtrift in Rahden, reichen die LED-Straßenlampen nicht aus, um die Straße komplett auszuleuchten. Die Anwohner kritisieren „tote Zonen“. - Foto: Bokelmann

Rahden - Mit 36 Unterschriften wollen Marion Spreen und die weiteren Anwohner der Straße Sandtrift auf die aus ihrer Sicht nicht ausreichende Straßenbeleuchtung in dem Rahdener Wohngebiet aufmerksam machen. Die Liste hatten die Akteure kürzlich Bürgermeister Dr. Bert Honsel im Rathaus vorgelegt (wir berichteten). Am Donnerstag stand das Thema auf der Tagesordnung des Betriebsausschusses Straßen, dessen Mitglieder in der Aula der Sekundarschule zusammenkamen.

In der Sitzung erläuterte Spreen (CDU) nochmals ausführlich die Situation und machte deutlich, dass „Sparmaßnahmen Fußgänger und Anlieger in Gefahr bringen“. Denn, so der Vorwurf, seitdem im Jahr 2012 die alten Pilzleuchten durch energiesparende LED-Straßenlampen ersetzt worden waren, gebe es „tote Zonen, die eine Gefährdung darstellen“.

Dem Schreiben der Anlieger zufolge sind die Mastabstände zu groß. Die LED-Leuchten würden laut der Firma Phillips rund 30 Meter ausleuchten – die Laternenpfähle an der Sandtrift stehen aber gute 100 Meter weit voneinander entfernt, so Spreen. Das sei keine „normgerechte Beleuchtung“ und bilde Gefahrenquellen.

„Es muss Abhilfe geschaffen werden. Egal wie“, forderte Marion Spreen und erinnerte an die Daseinsfürsorge und Verkehrssicherheitspflicht der Stadt. In diesem Fall sei die Verwaltung nicht in die Pflicht zu nehmen, erwiderte darauf Bürgermeister Honsel, denn es gebe keine gesetzliche Beleuchtungspflicht. Außerdem habe er sich selbst vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. „Die Lampen dienen als Orientierungspunkte“, sagte Honsel. In erster Linie sei ihm in dem Straßenzug aufgefallen, dass einige Lampen durch die Begrünung von den Privatgrundstücken verdeckt seien, merkte der Verwaltungschef an.

Rahdens Bauhofleiter Ulrich Pöppelmeier, der die Umstellung vor vier Jahen begleitet hatte, wusste noch, dass die Bewohner seinerzeit sehr zufrieden mit der durch Fördermittel ermöglichten Maßnahme gewesen seien. Auch hätten Untersuchungen eine Verbesserung der Beleuchtungssituation bestätigt, so Pöppelmeier. Jetzt sei das offenbar anders, meinte Marion Spreen und erinnerte an die Unterschriftenliste.

„Das ist Jammern auf hohem Niveau“, merkte Bianca Winkelmann (CDU) an. „Rund ein Viertel der Rahdener haben gar keine Beleuchtung vor ihrem Haus“, meinte die Christdemokratin und hatte dabei insbesondere die Außenortschaften im Blick. „Aber es handelt sich hier um ein Wohngebiet im Stadtzentrum“, beharrte Spreen darauf, dass dort „eine ordentliche Beleuchtung Standard sein sollte“.

Bauamtsleiter Dieter Drunagel brachte den Kostenaspekt in die Diskussion ein: „Eine neue LED-Lampe kostet bis zu 2 000 Euro, hinzu kommen jährliche Stromkosten von 15 Euro.“ An den Beträgen müssen sich Drunagel zufolge die Anlieger mit 60 Prozent beteiligen, die restlichen 40 Prozent trage die Stadt. „Ich bestehe auf das Verursacherprinzip“, machte Marion Spreen deutlich, dass die geforderte Abhilfe für die Bewohner nichts kosten dürfe.

Am Ende relativierte Spreen ihr Anliegen: „Wenn demnächst eine Maßnahme an der Sandtrift nötig wird, sollte die Beleuchtung gleich mit optimiert werden“, so die Rahdenerin. „Wir müssen die Optimierung im Zusammenhang mit Straßenerneuerungsmaßnahmen für alle Rahdener Bereiche sehen“, pflichtete Bürgermeister Honsel dem Vorschlag bei und unterstrich, dass die Entscheidung, die nun zur weiteren Beratungen in die Fraktionen geht, für andere Straßen ebenso gelten soll. - abo

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