Mehr als 14500 Gäste besuchen 2015 den Museumshof / Neues Wärterehepaar

Viele Aktionen bedeuten viel Arbeit für Ehrenamtliche

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Rund um die Kleinendorfer Burgruine ist im Verlauf des Jahres stets viel los. An Pfingsten steht in diesem Jahr auf dem Museumshof wieder die Schafschur (kleines Bild) auf dem Programm. Archivfoto: Bokelmann

Rahden - Die höchste Besucherzahl seit 1999 meldet Tourismusbeauftragte Lena Meyer als Leiterin des Museumshofs Rahden für das Freilichtmuseum im vergangenen Jahr. Während des Kulturausschusses ließ sie nun die Aktionen und Arbeiten rund um die Kleinendorfer Burgruine Revue passieren und zeigte sich dabei durchaus zufrieden.

Zu den sechs Aktionstagen kamen insgesamt 9732 Besucher und damit 2250 mehr als im Vorjahr. Unabhängig von den Mahl- und Backtagen verzeichnete das Team des Museumshofs zudem 1708 Einzelgäste und 3078 Gruppen. Gerade bei den Gruppen will Meyer noch mehr tun, wie beispielsweise mit Flyern an den Schulen werben. „Die Buchungen für 2016 laufen bereits sehr gut an“, sagte die Museumshof-Leiterin.

„Vielleicht können wir die Besucherzahlen im Jubiläumsjahr noch einmal toppen“, blickte Meyer während der Fachausschusssitzung im Rathaus gut gelaunt auf die anstehenden Termine. Denn der Museumshof feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen mit einem Aktionswochenende und einem umfangreichen Programm (wir berichteten).

Auf dem Museumshof erleben Klein und Groß das Leben ihrer Vorfahren aus dem 19. Jahrhundert – von der traditionellen Trachtenkleidung über Haushaltsgeräte bis hin zum Pflug und einer Rossmühle. Doch das Kulturgut zu bewahren erfordert viel Arbeit. Das wurde am Rande der Sitzung deutlich, als Lena Meyer darauf verwies, dass es Probleme mit dem steigenden Grundwasser gebe. Dies würde einige Geräte in Mitleidenschaft ziehen, wenn sich nicht rechtzeitig darum gekümmert werde.

Insgesamt 30 ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass das Gelände und die dazugehörigen Gebäude mit Inventar einen Einblick in die Geschichte möglich machen. Zudem kümmert sich das Museumshofwärter-Ehepaar um Instandhaltungsarbeiten. Seit dem 1. Februar sind das Tanja und Willi Gutjar aus Wehe. Sie treten damit die Nachfolge des Ehepaars Brinker an, das zum Ende der vergangenen Saison aus persönlichen Gründen den Museumshof verlassen hatte.

Gutjars wohnen seit Kurzem auf dem Gelände und arbeiten sich derzeit ein, berichtete Meyer und lobte die Tatkraft des Paares, dem der Museumshof schon lange bekannt war. „Wir sind froh, dass es weitergeht“, freute sich Meyer über den nahezu nahtlosen Übergang. Demnächst seien somit Anmeldungen für Führungen auch wieder direkt beim Museumshof möglich.

Zu den Ehrenamtlichen zählen seit der zurückliegenden Saison rund zehn weitere Personen, die eine Backgruppe gegründet haben. Diese wird künftig bei den Aktionstagen für den Betrieb des Steinbackofens zuständig sein und „den leckeren Kuchen zugunsten des Fördervereins verkaufen“, versprach Meyer.

Der Wunsch, einen historischen Weihnachtsmarkt auf dem Museumshof zu veranstalten, werde in absehbarer Zeit wohl nicht erfüllt werden, antwortete Meyer auf die Anregung von Claus-Dieter Brüning (SPD). Dazu sei das Gelände nicht geeignet, so Meyer mit Blick auf die Infrastruktur. Realistischer sei die möglicherweise zeitnahe Umsetzung eines Wohnmobilstellplatzes bis zum Museumshof-Jubiläum. Ordnungsamtleiter Uwe Trentelmann verwies diesbezüglich auf die entstehenden hohen Kosten, wusste aber, dass es einen privaten Investor gebe, der ein Angebot unterbreitet habe.

Abschließend regte Anette Streich (CDU) eine Ladestation für E-Bikes an.

abo

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