Matzollek stellt Insolvenzantrag

Internet zwingt Autohaus in die Knie

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - In diesen Tagen hat Thomas Hoffmann, Inhaber des Autohauses Matzollek an der Lemförder Straße in Rahden, alle Hände voll zu tun. In der jüngeren Vergangenheit war das immer seltener der Fall. Viele informierten sich zwar bei ihm und machten Probefahrten, kauften dann aber im Internet. Darum sah er sich nun gezwungen, einen Insolvenzantrag zu stellen. Findet sich kein Nachfolger, ist am 30. April Schluss.

Seit sich herumgesprochen hat, dass sich die Türen des Autohauses wohl bald schließen, laufen ihm die Kunden „die Bude ein“, um noch schnell etwas an ihrem Auto machen zu lassen. Doch das allein reicht nicht, um laufende Kosten für Personal – derzeit sind fünf feste Mitarbeiter und zwei Aushilfskräfte angestellt –, Gebäude und Material zu decken. Bei den Autoverkäufen sieht Hoffmann einen deutlich negativen Trend. Früher hätten Service und persönlicher Kontakt noch einen Wert gehabt. Seine Stammkunden wissen das immer noch zu schätzen. Doch sie werden älter und weniger. Für viele zähle heute nur der Preis, und da gebe es im Internet immer einen, der billiger sei, so Hoffmann. Das gelte für Autos genauso wie für Ersatzteile. Dem gegenüber stehen Investitionen in neue Maschinen und die Bedingungen der Vertragspartner.

Es falle ihm nicht leicht, das Geschäft, das er 2004 übernommen habe, aufzugeben, sagt Hoffmann. Er habe es mit „Herz und Seele“ betrieben. Doch das Risiko ist ihm inzwischen zu groß. Ein Insolvenzverwalter prüft jetzt, ob das Verfahren eröffnet wird, und sucht nach einem Nachfolger.

mer

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