Pr. Ströher Heimatverein hält Rückschau

Markt fehlt als Plattform

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Ortsheimatpfleger Friedrich Sander (l.) unterstützt die Pr. Ströher Heimatfreunde stets bei ihren Aktionen. Künftig wird er mit Timo Buschendorf (stellv. Vorsitzender, 2.v.l.), Jan-Hendrik Vogt (stellv. Kassenwart, 3.v.l.), Wilfried Siemering (Wanderwart, 3.v.r.) und Friedhelm Drexhage (Schriftführer, r.) sowie dem Vorsitzenden Bernhard Wietelmann (4.v.l.), Sven Gran (stellv. Schriftführer, 4.v.r.) und Schatzmeister Achim Cording (2.v.r.) zusammenarbeiten und sich für die Belange der Ortschaft einsetzen. 

Pr.  Ströhen - Einen historischen Schatz nennen die Pr. Ströher Heimatfreunde künftig ihr Eigen, denn sie bekamen von den Erben der Pr. Ströher Familie Stuke eine Original-Tracht aus dem 19. Jahrhundert. Diese wird künftig im Gemeindebüro der Kirchengemeinde ausgestellt.

Diese freudige Nachricht war nur ein Punkt auf der Tagesordnung der Pr. Ströher Heimatfreunde, die am Donnerstagabend zu ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthaus Buschendorf zusammenkamen. Vorsitzender Bernhard Wietelmann freute sich bei 50 Personen über ein „volles Haus“.

Eine Vielzahl von Aktionen, Arbeitseinsätzen und Beisammensein waren im vergangenen Jahr wieder kennzeichnend für das Engagement des rund 360 Mitglieder zählenden Vereins. „Alle halten uns die Treue. Was fehlt ist der Pr. Ströher Markt als Plattform für die Gewinnung neuer Mitglieder“, so der Vorsitzende.

Viele Projekte

Das Aufstellen des Krötenzaunes, die Nistkästen-Reinigungsaktion mit der Jugendfeuerwehr, die Teilnahme am Dorfkongress und die Mitwirkung beim Jubiläum des Rahdener Museumshofes, Besucherführungen am Nordpunkt und Pflege des Areals, die Frühwanderung, erstmalige Tourbegleitung beim Bikertreffen zur Absicherung des Motorradkorsos sowie die Erstellung des Heimatkalenders spiegelten einen Ausschnitt aus dem arbeitsintensiven Vereinsjahr wieder, so Wietelmann. In seinen Ausführungen wurde der Vorsitzende von Ortsheimatpfleger Friedrich Sander unterstützt.

Besonderen Einsatz erforderte die Entbirkung des Areals an „Karls Moor“, die Heimatfreunde und Eigentümer, Familie Lütvogt, in Abstimmung mit der Landschaftsschutzbehörde initiiert hatten. „Allein für diese Aktion betrug der Zeitaufwand fast 250 Stunden“, stellte der Ortsheimatpfleger heraus. „Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit wurden einige große Birken, Zitterpappeln und Herbstkirschen entfernt, eine weitere Reduzierung im Randbereich ist empfohlen.“

Nach vorne schauend informierte Wietelmann, dass es bei den Öffnungszeiten im Nordpunkthaus im kommenden Jahr Änderungen geben werde. Der Moorhof Huck wolle während der Saison nicht mehr jeden Sonntag, sondern nur zu besonderen Anlässen, für Sonderveranstaltungen und Gruppen Bewirtung anbieten. Anders sei es für den Gastronom kostenmäßig nicht mehr tragbar.

Für den Festumzug anlässlich des 170-jährigen Gemeinde- und 160-jährigen Kirchenbestehens in 2017 erbat Wietelmann Ideenvorschläge in den nächsten Wochen.

Ortsvorsteherin Bianca Winkelmann stieß – von einer Infoveranstaltung des Kreises Minden-Lübbecke im Rahdener Bahnhof kommend – im Verlauf der Versammlung hinzu und informierte über die dort besprochenen neuen Förderprogramm für die ländliche Entwicklung und über Kriterienänderungen für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Eine von ihr angeregte Teilnahme auf Kreisebene in 2017 wurde intensiv diskutiert, nachdem man vor drei Jahren pausierte, weil die letzte Landesbewertung für Unmut und Unverständnis gesorgt hatte. „Solche Wettbewerbe haben unsere Ortschaft immer weiter nach vorn gebracht“, plädierten Uta Hartmeier und der ehemalige Ortsvorsteher Helmut Kammeier für eine Teilnahme. Eine endgültige Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Zum Ausklang des Abends genossen die Anwesenden einen Bildvortrag von Luise Lahrmann über Island. Unter dem Motto „Geysire, Gletscher, Vulkane und mehr“ stellte sie die Landschaft der Insel am Rande Europas und des Polarkreises vor. - Art

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