45-jähriger Obdachloser will ins Gefängnis

Mann kündigt Tankstellenüberfall an

Rahden - Ungewöhnlicher Fall für die Polizei im Kreis Minden-Lübbecke: Ein 45-jähriger wohnungsloser Mann hat am Montagvormittag in Rahden im Vorbeigehen einem Polizeibezirksbeamten einen Überfall auf eine Tankstelle an der Lemförder Straße angekündigt. Was sich zunächst als schlechter Scherz anhörte, stellte sich wenig später als bitterer Ernst heraus.

Nach Angaben der Beamten zückte der Mann im Verkaufsraum ein längeres Küchenmesser, bedrohte die alleinanwesende 49-jährige Kassiererin und forderte die Herausgabe des Geldes. Der Polizist war dem ihm unbekannten Räuber umgehend gefolgt und nahm ihn noch im Tankstellengebäude fest. Dabei leistete der Verdächtige keinen Widerstand.

Der 45-Jährige hatte sich im Laufe des Vormittags zunächst auf einer Bank nahe der Tankstelle aufgehalten. Hier, so gab er später zu Protokoll, habe er den Entschluss zu dem Überfall gefasst. Dabei habe er es aber nach seinen Angaben nicht auf das Geld abgesehen gehabt, vielmehr wollte er ins Gefängnis. Aus diesem Grund habe er dem in seinem Büro sitzenden Polizisten durch das geöffnete Fenster den Überfall angekündigt.

Der 45-Jährige gilt als alkoholkrank und ist der Polizei wegen verschiedenster Delikte hinreichend bekannt. Zudem hatte er Kontakt zu Drogen. Nachdem er eine niedersächsische Einrichtung für Obdachlose verlassen hatte, verbrachte er geraume Zeit ohne festen Wohnsitz. Nach einer Nacht im Polizeigewahrsam und seiner Vernehmung wurde der 45-Jährige heute einem Richter vorgeführt. Der erließ Haftbefehl gegen den Mann.

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