LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem erhält Preis der IHK Ostwestfalen

„Ausgezeichnet familienfreundlich“

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Sina Mailand, Personalentwicklerin an der LWL-Klinik Schloss Haldem, nimmt den Preis von Landrat Dr. Ralf Niermann (links) und Karl-Ernst Hunting (rechts), Leiter der IHK-Zweigstelle Minden, im Preußen Museum in Minden entgegen.

Minden/Haldem - Erneut ist die LWL-Maßregelvollzugsklinik Schloss Haldem für ihr besonderes Engagement zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgezeichnet worden. Von der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld erhielt die Klinik des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) jetzt die Urkunde „ausgezeichnet familienfreundlich“ im Kreis Minden-Lübbecke, wie die IHK mitteilt.

Die Klinik überzeugte die Jury – Vertreter von Kreis, Wirtschaft, Verwaltung sowie Arbeitnehmer- und Elternvertretungen – durch Angebote zum Wiedereinstieg nach der Elternzeit, Kinderbetreuung an Brückentagen, finanzielle Unterstützung bei der Ferienbetreuung und regelmäßige Fortbildungen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Sina Mailand, Personalentwicklerin und Ansprechpartnerin für Familienfragen an der LWL-Klinik Schloss Haldem, nahm den Preis von Landrat Dr. Ralf Niermann und Karl-Ernst Hunting, Leiter der IHK-Zweigstelle Minden, im Preußen Museum in Minden entgegen. „Wir sind unglaublich stolz darauf, dass wir zu den neun ausgezeichneten Unternehmen im Engagement um Familienfreundlichkeit im Kreis Minden-Lübbecke zählen“, sagte Mailand. „Der sich abzeichnende Fachkräftemangel, aber auch die Lage in einer ländlichen Region erfordern es, als Arbeitgeber neue Wege bei Personalgewinnung und Personalbindung zu gehen. Deswegen engagieren wir uns verstärkt für flexible Arbeitszeitmodelle und familienbewusste Arbeitszeiten.“

Damit die Klinikmitarbeiter Beruf, Familie und Privatleben besser miteinander vereinbaren können, gibt es Angebote wie einen Einkaufs- und Autowaschservice und eine Kooperation mit einer Autowerkstatt, die Autos für Reparaturen oder Reifenwechsel aus der Klinik abholt und wieder hinbringt. Für die Mitarbeiter sei das ein erhebliches Zeitersparnis, so Mailand.

Die Personalentwicklerin und ihre Kollegen arbeiten bereits an neuen Ideen, wie Beruf- und Privatleben der Klinikmitarbeiter noch besser vereinbart werden können. „Aufgrund des demografischen Wandels müssen wir uns darauf einstellen, dass mehr Mitarbeiter pflegebedürftige Angehörige haben werden. Es ist denkbar, dass wir dort künftig mehr Unterstützung anbieten werden. Um Modelle dafür zu finden, beziehen wir alle Mitarbeiter mittels einer Bedarfsabfrage eng mit ein. Wichtig ist, im Dialog mit ihnen, gezielte Angebote für ihre Bedürfnisse zu machen“, erläutert Mailand.

Für ihre familienbewusste Personalpolitik und die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie hatte die LWL-Klinik bereits 2010 die Auszeichnung „audit berufundfamilie“ (Zertifikat der gemeinnützigen Hertie-Stiftung) erhalten.

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