Löschzug Rahden muss an vier Stellen Feuer löschen / Polizei vermutet Brandstiftung

Gelbe Säcke brennen in Innenstadt

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Gleich an vier Stellen brannten in der Nacht Müllsäcke in der Innenstadt.

Rahden - Gleich zwei Einsätze mit insgesamt vier Brandstellen hielten die Mitglieder der Rahdener Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag in Atem. In der Innenstadt brannten an verschiedenen Stellen zur Abholung herausgelegte Gelbe Müllsäcke, berichtet Feuerwehrpressesprecher Andreas Berg.

Um 1.43 Uhr alarmierte die Leitstelle Minden zum ersten Mal unter dem Stichwort „Kleinbrand Container“ die Rahdener Einsatzkräfte. An der Steinstraße war ein Brand einer Mülltonne gemeldet worden. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass keine Mülltonne, sondern die Wertstoffsäcke angesteckt worden waren. Mittels der Schnellangriffseinrichtung des Tanklöschfahrzeuges löschten die Feuerwehrmitglieder den Brand. Nach rund 20 Minuten war der Einsatz abgearbeitet und der Löschzug rückte wieder zum Gerätehaus ab.

Gut zwei Stunden später ging Angaben Berg zufolge die nächste Meldung über brennende Müllsäcke in der Innenstadt bei der Leitstelle Minden ein. Um 3.57 Uhr erhielt der Löschzug die Alarmierung. „Dieses Mal brannte es an zwei verschiedenen Stellen gleichzeitig“, so Berg: Das Tanklöschfahrzeug fuhr in die Gerichtsstraße, wo sich die Brandstelle in Höhe der Provinzial-Versicherung befand. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug rückte zur Langen Straße, Höhe Weinstube Alte Wache, aus. An beiden Einsatzstellen hatten die Löschgruppen die Brände mittels Schnellangriffseinrichtung schnell im Griff.

Beim Aufrüsten des Hilfeleistungslöschfahrzeug entdeckte Einsatzleiter und Stadtbrandinspektor Carsten Kunter eine weitere Brandstelle. Auch an der Langen Straße, nahe der Einmündung Gartenstraße, standen Müllsäcke in Flammen. Nach einer guten Stunde war der zweite Einsatz in dieser Nacht für die Feuerwehr beendet.

Der Löschzug Rahden war bei den vier Bränden mit zwei Fahrzeugen und 13 Feuerwehrmänner im Einsatz, fasst Berg zusammen. In beiden Fällen gehen Polizei und Feuerwehr von Brandstiftung aus. Die Polizei war mit zwei Streifenwagen vor Ort und suchte die Umgebung für die Tat in Frage kommende Personen ab. Der Schaden hielt sich Angaben der Feuerwehr zufolge in Grenzen. Bis auf Anpflanzungen in den Beeten und eine Papiermülltonne entstand kein weiterer Gebäudeschaden, da die brennenden Müllsäcke alle an der Straße und nicht an Gebäude lagen.

Aus aktuellem Anlass weist die Feuerwehr Rahden nun darauf hin, dass Brandstiftung beziehungsweise das Legen von Bränden kein Kavaliersdelikt ist. „Hier muss man mit rechtlichen Konsequenzen sowie mit einer erheblichen Rechnung rechnen“, so Pressesprecher Berg.

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