Bürgermeister hofft auf Rücktritte vom Rückritt

Löschgruppen zeigen Engagement für Neubau

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Noch hat die Sielhorster Löschgruppe am Dorfgemeinschaftshaus ihr Domizil. Das soll sich bekanntlich ändern.

Rahden - Um den aktiven Mitgliedern der Löschgruppen aus Varl und Sielhorst bewusst zu machen, dass die Pläne um ein gemeinsames Feuerwehrgerätehaus weitergehen, hatte Bürgermeister Dr. Bert Honsel in der vergangenen Woche zu einem Gespräch nach Sielhorst eingeladen. „Ich freue mich über die Motivation und dass die Feuerwehr unsere Lösung nun positiv aufnimmt“, berichtet Honsel auf Nachfrage.

Bei dem Treffen habe ein Feuerwehrmitglied bereits seine Vorstellungen für den Neubau vorgelegt und alle hätten angeregt über die Pläne diskutiert, so der Verwaltungschef, der gemeinsam mit Uwe Trentelmann vom Ordnungsamt und den Wehrführern Alexander Thie und Thorsten Hodde weiter im engen Kontakt an dem Projekt arbeiten will. „Wir haben deutlich gemacht, dass eine Baukommission der beiden Löschgruppen sich Gedanken machen soll und damit an die Verwaltung herantreten kann“, sagt Honsel. Bei der Zusammenkunft seien dafür Sprecher bestimmt worden, die im direkten Kontakt zu den weiteren Akteuren für den Neubau an der Lemförder Straße in Kleinendorf stehen. Zum Zeitfenster erklärt Honsel: „Wir haben jetzt Architekten angeschrieben und hoffen, dass wir Ende 2017 die Einweihung mit der Übergabe eines neuen Löschfahrzeugs feiern können.“

Auch der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss wird sich bei seiner Sitzung am Donnerstag, 28. April, im Rathaus mit dem Thema beschäftigen. „Wir müssen jetzt Baurecht schaffen“, erinnert Honsel an den nötigen Erlass einer Außenbereichssatzung für das Grundstück an der Lemförder Straße. Die vorgesehene Fläche befindet sich im Außenbereich. Der Flächennutzungsplan weist diesen als Fläche für die Landwirtschaft aus. Um an dieser Stelle bauen zu dürfen, ist laut der Verwaltung die Aufstellung einer Außenbereichssatzung erforderlich.

Am 12. Mai werde dann noch der Rat tagen – erst dann sei der Bau an dem Standort endgültig sicher, so Honsel. Dass diese Stelle nicht bei allen positiv aufgenommen wurde, hatte sich durch Rücktritte aus der Varler Löschgruppe gezeigt (wir berichteten). „Wir haben mehrere Stunden mit den betroffenen Feuerwehrkameraden gesprochen“, sagt Honsel. Er hofft, dass man die Mitglieder der Löschgruppe von einem Rücktritt vom Rücktritt bewegen könne.

abo

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