Dreitägige Feier zum Jubiläum des Museumshofes

Letzte Vorbereitungen für das Jubiläum in Rahden laufen

Besondere Werbetafel: Der Ackerwagen an der Lemförder Straße in Kleinendorf soll in den nächsten Tagen optisch noch weiter aufgewertet werden und dann auf das Jubiläum des Museumshofes aufmerksam machen. - Foto: Bokelmann

Rahden - 1966 war es geschafft: Verschiedene Gebäude von alten Gehöften aus dem damaligen Amt Rahden fanden eine neue Bleibe auf einem gut drei Hektar großen Grundstück – der Museumshof Rahden war fertig. Das 50-jährige Jubiläum steht nun bevor und Lena Meyer stellte im Ausschuss für Soziales, Kultur und Tourismus am Dienstag das Programm des Festwochenendes vor.

Von Freitag bis Sonntag, 17. bis 19. Juni, soll auf dem Areal des Freilichtmuseums in Kleinendorf gefeiert werden. „Freuen Sie sich auf abwechslungsreiche Vorführungen und Aktionen der örtlichen Vereine, Infostände und Führungen“, zeigte Meyer nur einige Höhepunkte auf. Die Tourismusbeauftragte der Stadt Rahden und Museumshofleiterin hofft auf viele Gäste zum Goldjubiläum, für das nun die letzten Vorbereitungen anstehen.

Besonders freue sie sich auf die Chronik „50 Jahre Museumshof“, die Ehrenamtliche in vielen Stunden zusammengestellt hatten, so Meyer. „336 Stunden hat es gedauert, bis wir die Infos zusammen hatten“, präzisierte Ilona Neumark, die mit Stadtheimatpfleger Claus-Dieter Brüning, Torsten Kuhlmann und Magdalene Kottenbrink das 250 Seiten umfassende Werk gestaltet hat. Dieses wird am Freitag, 17. Juni, um 15 Uhr präsentiert. An allen drei Tagen der 50-Jahr-Feier wird die Chronik zum Verkauf angeboten.

Am ersten Festtag sollen außerdem die Gewinner des Malwettbewerbs gekürt werden. „50 Bilder wurden eingereicht“, so Meyer. Sie berichtete von Teilnehmern zwischen dem Kindergartenalter und 18 Jahren. Alle hatten sich mit dem Thema Hochzeit beschäftigt.

Einen tieferen Einblick in die Geschichte des Freilichtmuseums wird Dr. Thomas Spohn, ehemaliger wissenschaftlicher Referent bei der LWL-Denkmalpflege für den Bereich Landschafts- und Baukultur in Westfalen, geben. Er schließt seinen Vortrag am Sonnabend, 18. Juni, dem Festakt an, der um 11 Uhr beginnt.

Das Hochzeitsmotto steht auch am Sonntag, 19. Juni, im Mittelpunkt. Nach einem plattdeutschen Gottesdienst wird an diesem Tag von 11 bis 18 Uhr ein Mahl- und Backtag mit verschiedenen Aktionen angeboten. Insbesondere die Heimatfreunde aller Rahdener Ortschaften werden zum Gelingen beitragen. Sie haben laut Lena Meyer die Ausstellungen vorbereitet und werden die Themen Aussteuer (Heimatverein Kleinendorf), Hochzeitskutsche (Varl-Varlheide), Modenschau (Tonnenheide), Kranzbinden (Pr. Ströhen) und Hochzeitsessen (Wehe) beleuchten.

Für das Jubiläum wurde bereits eine Werbeanlage an der Lemförder Straße errichtet. Mithilfe von Gert Redeker vom Kleinendorfer Heimatverein wurde ein Ackerwagen von Enger nach Kleinendorf gebracht. Dieser soll bepflanzt und der Untergrund mit Platten ausgelegt werden, sagte Meyer. Außerdem werden die Altglascontainer dichter zur Schützenhalle gestellt, damit die Einfahrt „eine Visitenkarte für den Museumshof wird“, so Ordnungsamtleiter Uwe Trentelmann. Dazu trägt auch der Stromkasten bei, der seit Kurzem das Motiv des historischen Museumshofes trägt.

An den Kosten für die Arbeiten, die für das Jubiläum vorgenommen werden, beteiligt sich die Grünen-Fraktion mit einer Spende von 1. 000 Euro, hieß es im Kulturausschuss.

Das Programm zur Jubiläumsfeier des Museumshofs liegt bei der Stadtverwaltung aus und wird rechtzeitig im Detail veröffentlicht.

Neben der großen Feier bieten die Akteure im Rahmen des Jubiläumsjahres und der Ferienspiele eine Übernachtung auf dem Museumshof an. „Das Angebot ist bereits ausgebucht und eine Warteliste eröffnet“, informiert die Verwaltung jetzt.

abo

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