„Kul-Tür“-Adventskonzert in St. Johannis beendet Jubiläumsjahr

Gefühlvolle Einstimmung

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Ernteten viel Applaus: Mit einem breit gefächerten Repertoire sorgte der Jazzchor Minden in der St. Johannis-Kirche für einen gelungenen Konzertabend. Ihrem Dirigenten folgten die Sängerinnen und Sänger dabei auf den Punkt genau.

Rahden - Von Sonja Rohlfing. Mit dem „Kul-Tür“ Adventskonzert in der St. Johannis-Kirche läutete Rahden am Donnerstagabend den Weihnachtsmarkt „Dezemberträume“ ein. Ein gefühlvoller Konzertabend gelang dabei in diesem Jahr dem Jazzchor der Mindener Musikschule. Und das, obwohl oder gerade weil die Sängerinnen und Sänger vor rund 250 Gästen ohne den bekannten Weihnachtspop auskamen.

Als Überschrift für das Adventskonzert diente dem Jazzchor unter Leitung von Pit Witt das deutsche Volkslied „Die Gedanken sind frei“. So war dann auch das Programm zusammengestellt. Zu Gospel, Songs aus Filmen, Rock wie „Bohemian Rhapsody” von Queen oder Soul-Klassikern wie „Sitting on the dock of the bay” von Otis Redding mischte der Chor immer wieder – ganz im Sinne seines Namens – auch eine feine Prise an Jazzstandards wie „How high is the moon“ in das Programm. Alberts Hammonds „I’m the train“ passte trefflich zu dem, wie sich so manch einer in der Vorweihnachtszeit fühlen wird.

Über alles präsentierten sich die rund 40 Sänger variantenreich, engagiert und dynamisch. Das wundert nicht, ist der John Miles-Klassiker „Music was my first Love“ doch gleichzeitig das Motto des Chores, der in und um Minden ein fester Bestandteil der Chor- und Musikwelt ist. Ihrem energiegeladenen Dirigenten Witt, der seinen Chor am Piano begleitete und durch das Programm führte, folgten die Sänger auf den Punkt genau. Nach „Singing in the rain“ und „Let it snow“ sorgte zum Ende des Konzertes Leonard Cohens „Halleluja“ für einen berührenden Schlusspunkt.

Es waren gerade die leisen und einfühlsamen, aber dennoch das ganze Kirchenschiff ausfüllenden Töne des Chors, die friedliche Gefühle und Ruhe vermittelten. Der dezente Altarraum der St. Johannis-Kirche und eine stimmige Beleuchtung boten dazu einen passenden Rahmen. Alles zusammen sorgte für einen angenehmen Auftakt der Adventszeit.

„Wir freuen uns, wieder in Rahden zu sein“, erklärt Witt. Nach „Musik im Park“ im Schloss Rahden vor zehn Jahren war das Adventskonzert das zweite Gastspiel des Jazzchors in der Auestadt. „Zum Ausklang unseres Jubiläumsjahres wollten wir gern regionale Künstler einladen“, erläutert die Kul-Tür-Vorsitzende Monika Büntemeyer. „Ich danke Horst Griepenstroh für diesen tollen Vorschlag.“

Es war die Idee des vor knapp einem Jahr verstorbenen Kul-Tür-Mitglieds, den Chor einzuladen, der wie der Rahdener Kulturverein in diesem 25-jähriges Bestehen feiert. Griepenstroh gewidmet war der ABBA-Erfolgstitel „Thank you for the music“. Es sei ein herrliches Konzert gewesen, freut sich Büntemeyer. Sie habe den Jazzchor gern wieder gehört. Ihr Dank ging aber auch an die evangelische Kirchengemeinde. „Ich freue mich, dass wir in der St. Johannis-Kirche zu Gast sein dürfen.“

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