Museumshof-Motive an der Lemförder Straße

Künstler verziert weitere Schaltkästen

Heino Jacobsen bei der Arbeit: Auf einen Schaltkasten an der Lemförder Straße malte er unter anderem die Rossmühle des Museumshofes, die hier im groben schon zu erkennen ist. Mittlerweile sind die Kunstwerke an der Lemförder Straße fertig.J Foto: Schmidt

Rahden - Sie sind in Rahden bereits an mehreren Ecken zu finden – kunstvoll bemalte Schaltkästen, die Motive aus vergangenen Zeiten zeigen. Pünktlich zum Jubiläum des Museumshofes vom 17. bis 19. Juni ist auch das triste Grau eines Kastens nahe der Einfahrt zu dem historischen Gehöft einem Kunstwerk von Heino Jacobsen gewichen.

Die eine Seite des Schaltkastens an der Lemförder Straße ziert nun die Rossmühle. Auf der Rückseite sind weitere historische Gebäude des Museumshofes abgebildet. Mehrere Tage arbeitete der Künstler Jacobsen umgeben von Farb-Eimern an dem Werk. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Bilder bestechen durch Liebe zum Detail.

Ein weiterer Kasten an der Einfahrt zum Museumshof, nur wenige Meter entfernt, ist als nächstes an der Reihe. Wenn die Gäste zur Jubiläumsfeier kommen, sollen sie dort ein weiteres Bild eines Fachwerkhauses mit weidenden Schafen sehen.

Der Künstler Heino Jacobsen aus der Nordheide betont, dass seine Arbeit in Rahden nicht durch Steuergelder finanziert wird. Die bemalten Schaltkästen sind ein Spendenprojekt vieler Rahdener Bürger, Geschäftsleute und Unternehmen, initiiert von dem Ehepaar Edith und Horst Freese.

„Wichtig ist, dass von dem alten Rahden etwas zurückbleibt“, erklärt Edith Freese die Wahl der historischen Motive. Bereits sieben Kästen hat das Ehepaar mithilfe von Jacobsen, unterstützt durch die Stadtverwaltung, realisiert. Sie zeigen die Katzengasse zu früheren Zeiten, den Bahnhof, das Geschäftshaus Zur Heide, das alte Postamt, das alte Amtshaus, die Gerichtsstraße und die Steinstraße.

Laut dem Ehepaar steckt viel Kleinarbeit hinter den verschönerten Kästen. „Man hat aber auch eine Menge Freude dabei gehabt“, erklärt Horst Freese. Durch die historischen Bilder sei ein Stück vom alten Rahden wieder sichtbar geworden.

Die Zusammenarbeit mit Heino Jacobsen bezeichnen die Freeses als „Glücksfall“. Weitere Unterstützer, die sie hervorheben, sind der Gebäudereinigungsservice Koch, der für das Projekt die Schaltkästen kostenlos säubert, und der Malerbetrieb Beerhorst, der die Grundierungen sponsert.

Die Ideen für weitere bemalte Schaltkästen gehen den Initiatoren längst noch nicht aus. Für den Sommer haben sie zwei weitere ins Visier genommen: An der Langen Straße soll Heino Jacobsen den alten Speicher, der von 1671 bis 1953 in Rahden stand, bildlich zurück in die Auestadt holen. Für einen Kasten an der Weher Straße ist bereits der ehemalige Wasserturm als Motiv vorgesehen.

Die Reaktionen auf die ungewöhnlichen Kunstwerke sind laut dem Ehepaar Freese sehr positiv. Jeder kann sich an dem Projekt beteiligen. Denn damit weitere Kästen bemalt und bestehende in Schuss gehalten werden können, ist die Initiative auf weitere Spenden angewiesen. Hierfür ist von der Stadt ein besonderes Konto eingerichtet worden: Stadtsparkasse, Konto 26, BLZ 490 510 65, Verwendungszweck: „Spende Schaltkästen“. - ks

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