Kontakt zu Glindow seit 25 Jahren / Ursprung in der Zeit der Wiedervereinigung

Partner und Freunde

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Das Ringofen-Denkmal auf dem Glindower Platz ist ein Zeichen der Partnerschaft zwischen Rahden und Glindow. Morgen wird der Platz nach seiner Sanierung eingeweiht.

Rahden - Sich nach Jahren der Trennung annähern und sich gegenseitig unterstützen – diese Idee befeuerte viele Städtepartnerschaften, die Anfang der 90er-Jahren zwischen einst ost- und westdeutschen Kommunen entstanden sind. Vor dem Hintergrund der Wiedervereinigung fanden auch Rahden und die damals selbstständige Gemeinde Glindow zusammen. Am 3. Oktober besteht ihre Partnerschaft, die sich mittlerweile zu einer Freundschaft entwickelt hat, seit 25 Jahren.

Einen Grundstein für die Freundschaft legte der Rahdener Gerhard Büsching. Alten Zeitungsartikeln zufolge soll er Glindow durch einen Vorfahren gekannt haben. Die damals selbstständige Gemeinde, heute ein Ortsteil von Werder, erinnerte den Berichten zufolge an das Rahden der 30er-Jahre. So habe es nicht lange gebraucht, bis der Name des Ortes im Gespräch zwischen Büsching und Rahdens damaligem Bürgermeister Wilhelm Möhring gefallen sei. Möhring soll auf der Suche nach einer Partnerstadt gewesen sein.

Es folgten Gespräche, Briefe, Telefonate – und schließlich die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden von Möhring und dem Glindower Bürgermeister Wilfried Nikolai am 3. Oktober 1990. Zu diesem Anlass kamen rund 150 Rahdener nach Glindow. Als Gastgeschenk brachten sie einen Kopierer mit.

Zeichen der Partnerschaft ist in Rahden der Glindower Platz. Der 1998 dort errichtete Ringofen wurde mit Ziegeln einer Glindower Manufaktur gebaut, die Ofenplatten stammen aus einer Rahdener Gießerei. Ihre Motive greifen das Ende des Zweiten Weltkrieges auf: Sie zeigen zum Beispiel einen „Rosinenbomber“ oder das Brandenburger Tor. „Möge das Ringofen-Denkmal auf dem ,Glindower Platz‘ (...) allzeit Erinnerung sein an die mit dem 3. Oktober wiedergewonnene deutsche Einheit“, heißt es in einer Urkunde, die in das Fundament des Denkmals eingelassen ist. In Glindow wurde bereits im Jahr 1996 auf einem „Rahdener Platz“ ein Denkmal für die Partnerschaft errichtet.

Bis heute herrsche ein reger Austausch zwischen Glindow und Rahden, erzählt Hauptamtsleiter Werner Thielemann. Er hat die Partnerschaft von Anfang an miterlebt. Das Miteinander sei herzlich, sagt er und verweist auf gegenseitige Besuche, zum Beispiel beim Kirsch- und Ziegelfest in Glindow. „Es haben sich aus der Partnerschaft auch Vereinskontakte ergeben“, ergänzt er. So pflegt unter anderem der Sozialverband Tonnenheide eine Freundschaft mit der Volkssolidarität in Glindow.

„Städtepartnerschaften müssen auch gelebt werden“, weiß Thielemann. Daher werden zur Einweihung des sanierten Glindower Platzes – genau 17 Jahre nach dessen Errichtung – und zum 25-jährigen Jubiläum am Tag der Deutschen Einheit rund 35 Gäste aus Glindow erwartet.

ks

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