Bürgerstiftung Pr. Ströhen übergibt Dokumentation an Bürgermeister Dr. Bert Honsel

Kongress: Querdenkerimpulse zeigen erste Wirkung

Freuen sich, dass der Zukunftskongress „Ländlicher Raum“ erfolgreiche Früchte getragen hat (v.l.): Dieter Rothardt, Roland Mettenbrink und Bianca Winkelmann übergaben die im Nachgang angefertigte Dokumentation an Bürgermeister Dr. Bert Honsel. - Foto: Schubert

Pr. Ströhen - Viel Aufsehen hat der Zukunftskongress „Ländlicher Raum 4.0.“ unter Federführung der Bürgerstiftung Pr. Ströhen Anfang März über Rahden und die Region hinaus erregt und mit seinem Problembewusstsein und Lösungsansätzen viel Lob geerntet. Eine im Nachgang zu der Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmern erstellte 18-seitige Dokumentation nahm Rahdens Bürgermeister Dr. Bert Honsel am Mittwoch entgegen.

Die vom Organisationsteam mit Christian Aukamp, Pfarrer Roland Mettenbrink, Dieter Rothardt und Ortsvorsteherin Bianca Winkelmann erstellte Dokumentation ist – ebenso wie der Hauptvortrag des Kongresses von Zukunftsforscher Matthias Horx – auf der Homepage der Bürgerstiftung verfügbar.

Der Stiftung wollte mit ihrem Kongress einen gesellschaftspolitischen Perspektivenwechsel anregen, der in ländlichen Räumen Zukunftsräume sieht. „Das ist uns gelungen“, freut sich Ortsvorsteherin Bianca Winkelmann, zugleich stellvertretende Vorsitzende der Stiftung. „Wir spüren bereits ersten Rückenwind.“ Die Querdenkerimpulse, die Zukunftsforscher Horx in seinem motivierenden Vortrag gegeben habe, hätten bereits in Gesprächen Wirkung gezeigt. Neue Entwicklungsmöglichkeiten seien in den Blick genommen worden, aus denen sich jetzt auch neue kommunalpolitische Initiativen entwickeln sollten.

„Dieser Referent hat uns aufrüttelnd über den Tellerrand gucken lassen und das war gut so“, resümiert Honsel und unterstreicht, dass die Rahdener Innenstadt in der Symbiose mit ihren Ortschaften gesehen werden müsse, wenn es um die Erstellung zukunftssichernder Konzepte gehe.

„Denn solch ein kleinstädtischer Aufenthalt, ländliches Wohnen und eine aktive, attraktive Vereinslandschaft vereint mit größeren Städten wie Hannover, Bielefeld und Osnabrück in kurzer Reichweite – das ist schon eine besonders hohe Lebensqualität.“ Statistiken zufolge weise Rahden im Vergleich zur Nachbargemeinde Stemwede und der großen Stadt Paderborn einen positiven Wanderungssaldo auf. „Es ziehen mehr Leute her als weg“, freut sich Honsel.

Zukunftsträchtige Ideen und Impulse müssten aus den Dörfern selbst kommen. Die Kommune könne mitwirkend tätig sein. „Denn Veränderungen müssen gewollt gelebt werden.“ Jedes Dorf müsse seine Stärken herausfinden, die sich weiter ausbauen ließen.

„Pr. Ströhen hat beispielsweise mit dem Auemarkt ein gutes Fundament gelegt, zudem aber auch viel Wasser als ,Markenzeichen‘. Dies ließe sich bestimmt zukunftsorientiert nutzen. Ein integriertes kommunales Entwicklungskonzept für ganz Rahden wurde gestern im Rat beschlossen. Und auch Rahdens neue Wirtschaftsfördererin Irina Jasmin Hanke werde diesbezüglich ein verantwortungsvoller Part zukommen, so Honsel.

„Viele Veranstaltungsbesucher haben sich beim Kongress in unsere Netzwerkliste aufnehmen lassen“, freut sich auch Winkelmann. „Das Netzwerk braucht jetzt zuverlässige Koordination und weitere Austauschmöglichkeiten“, weist Mettenbrink darauf hin, dass für den Spätherbst eine weitere Zusammenkunft aller Interessierten geplant ist. „Denn der weiträumige Austausch bringt uns alle weiter nach vorn.“ „Es ist wichtig, die Lebensqualität von Familie im weiteren Sinne zu fördern und Generationen übergreifend Verantwortung für den Lebensraum zu übernehmen“, so Rothardt.

Verantwortung übernahm im Übrigen auch Matthias Horx. Unterstreichend, dass seine Thesen für ihn Programm sind, unterstützte der Referent das Schulbusprojekt der Pr. Ströher Grundschule erst kürzlich mit einer nicht unerheblichen Finanzspritze. - Art

www.bürgerstiftung-preussisch-ströhen.de

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