Kommentar zum Stadtfest

Es ist Zeit für einen Schnitt

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Ein Kommentar von Melanie Russ. Seit Jahren hadern die Rahdener mit ihrem Stadtfest. Früher, so ist immer wieder zu hören, sei viel mehr los gewesen auf den Straßen. Heute dagegen scheinen „langweilig“ und „zu teuer“ die wesentlichen Eigenschaften des dreitägigen Volksfestes zu sein, das immer weniger Volk auf die Straße lockt.

Letzteres ist sicherlich auch einem veränderten Freizeitverhalten geschuldet und der Tatsache, dass sich der Sonnabend längst zu einem normalen Werktag gewandelt hat. Allerdings war die laute Kritik an dem recht überschaubaren Unterhaltungsangebot und der Konzentration des Veranstalters auf die Hauptbühne nicht ohne Substanz.

Schön wäre es natürlich, wenn diejenigen, die so lautstark nach einer Veränderung verlangt haben, nun auch konstruktive Ideen für ein neues Stadtfest-Konzept von Rahdenern für Rahdener beisteuern würden. Am Mittwochabend hätten sie bei der von Christian Bremer organisierten Nachlese Gelegenheit dazu gehabt. Die meisten ließen sie leider verstreichen. Umso löblicher ist es, dass sich die Jugendlichen des Jugendcafés Gedanken gemacht haben und sich unter Federführung von Jugendförderin Vanessa Hermeling aktiv an der Gestaltung des nächsten Stadtfestes beteiligen würden.

Die Rahmenbedingungen für den immer wieder angemahnten, aber nie wirklich vollzogenen Schnitt könnten kaum besser sein. Der Drei-Jahres-Vertrag mit KWB Veranstaltungen ist ausgelaufen, eine Fachkraft für Stadtmarketing hat die Stadt gerade eingestellt. Es wird Zeit, dass sich die Beteiligten entscheiden, in welche Richtung das Stadtfest gehen soll, und ihrer Entscheidung dann auch Taten folgen lassen. Sonst könnte es passieren, dass sich die Frage nach der Zukunft des Stadtfestes in ein paar Jahren von selbst erledigt. Und das wäre schade.

Der am Mittwochabend favorisierte Weg zu einem kleineren und kompakteren Fest mit mehr Lokal-Kolorit und vielen kleinen Künstlern statt eines kostspieligen Top-Acts wäre für die Kleinstadt an der Aue sicherlich der beste Weg, um die eigenen Bürger wieder für „ihr“ Stadtfest zu begeistern.

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