Kolyn Thane, Maike Schillmann und Janina Rosenbohm starten ihr FSJ

Sport im Zeichen von Ehrenamt und Berufsfindung

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Begeisterung für Bewegung und Hilfe bei der Berufsfindung: Mona Gresförder vom Kreissportbund (l.) freut sich ebenso wie die stellvertretende Stadtsportverbandsvorsitzende Birgit Hadeler (r.), dass mit Janina Rosenbohm, Kolyn Thane und Maike Schillmann (oben v.l.) gleich drei FSJ-lerinnen die Arbeit in den Schulen und Vereinen in Rahden unterstützen.

Rahden - Seit Jahren gehen sie ihrer Liebe zum Sport aktiv und ehrenamtlich unterstützend in ihren Vereinen nach. Sie möchten Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für ihre Sportart weitergeben und damit die Nachwuchsarbeit sichern. Für ein Jahr stellen sie nun ihren Einsatz in den Dienst junger Menschen, um dabei für ihren späteren beruflichen Lebensweg wertvolle Anregungen und Entscheidungshilfen mitzunehmen.

Kolyn Thane (18), Janina Rosenbohm (19) und Maike Schillmann (18) sind die neuen Gesichter, die mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Sport seit September im Rahdener Stadtsportverband die Arbeit in Schulen und Vereinen unterstützen. Von der Arbeit im offenen Ganztag an den Grundschulen über die Unterstützung der Vereine in einzelnen Gruppen bis zum Einsatz beim Stadtsportverband – die Aufgaben streifen Veranstaltungen, Bürotätigkeiten, Spielmobilbetreuung, Sportabzeichenabnahme und mehr verschiedene Einsatzgebiete.

„Ich liebäugele mit einem Sportstudium“, so Kolyn Thane, die als Rahdenerin im offenen Ganztag der Grundschule Rahden Angebote wie Tanzen und Leichtathletik mitbetreuen wird. Schon seit mehreren Jahren ist sie beim Free-Style-Dance-Club des TuSpo als ausgebildete Gruppenhelferin tätig und hat ihre Übungsleiter-C-Lizenz im Sportleistungskurs am Rahdener Gymnasium erworben.

„Ich möchte in die Arbeit mit Kindern hineinschnuppern, um zu sehen, ob das beruflich das Richtige für mich ist“, erzählt Janina Rosenbohm aus Frotheim, die in Tonnenheide und Pr. Ströhen eingesetzt wird. Sie wird im offenen Ganztag eine Fußball-AG in Tonnenheide und möglicherweise auch in Pr. Ströhen betreuen. Hinzu kommt die Unterstützung im Unterricht sowie Hausaufgabenbetreuung und Arbeit bei den Vereinen.

Unschlüssig in Sachen Berufswahl, entschied sich auch Maike Schillmann für das FSJ. „Ich möchte in der Arbeit mit den Kindern sehen, ob ein Lehramtsstudium für mich das Richtige sein könnte.“ Die Oppenweherin wird an der Sekundarschule sowie im Offenen Ganztag Varl und in der Varler Union eingesetzt.

„Wir haben die Zahl von zwei auf drei Stellen erhöht“, so Tina Koehler als Stadtsportverbandsvorsitzende. „Denn der Bedarf der Einrichtungen ist ebenso gestiegen wie die Anzahl an Bewerbern.“ Nach wie vor werden die Stellen aus Geldern der Stiftung „Standort hier“ der Stadtsparkasse Rahden, der Stadt und der Volkshochschule Minden finanziert.

Das Konzept, über junge Menschen noch jüngeren Menschen den Spaß an der Bewegung zu vermitteln, trägt Früchte – zumindest im Mühlenkreis. Denn der Kreissportbund (KSB) ist eine Außenstelle der Sportjugend NRW – mit angenehmen Folgen: Mit Mona Gresförder haben jetzt nicht nur die FSJ-ler eine kompetente Beraterin und Begleiterin in der Nähe. „Auch für Seminare müssen unsere Freiwilligen nicht mehr in die Ferne schweifen. Statt bis nach Duisburg geht es nur bis Petershagen“, freut sich Birgit Hadeler vom Stadtsportverband über den „kurzen Kommunikationsweg“, den der KSB mit den Ansprechpartnern für junge Menschen im Freiwilligendienst geschaffen hat. „Erstmalig können wir für die Freiwilligen eine eigene Gruppe zum Erwerb der Übungsleiter-C-Lizenz anbieten“, unterstreicht Gresförder, dass beim Kreissportbund für die Jugend Vieles in Bewegung ist.

Die Sportwissenschaftlerin aus Bad Oeynhausen hat sichtlich Spaß, die Freiwilligen in ihrer Arbeit pädagogisch zu begleiten. „Wir sind sehr darauf bedacht, die Freiwilligen in Bereichen einzusetzen, die ihren Neigungen entsprechen. Denn nichts ist schlimmer, als in einem Bereich zu arbeiten, der einem keinen Spaß macht.“

Spaß haben die drei FSJ-lerinnen an ihren Aufgaben in Rahden bestimmt. Doch sie werden sich auch über ihren Schwerpunkt hinaus fortbilden. „Das Networking trägt zudem zu einer unwahrscheinlichen Horizonterweiterung bei“, bestätigt Gresförder.

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