Juristen warnen vor Alkoholproblem

Bei 2,1 Promille nur leichte Auffälligkeiten

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Ein 39-jähriger Mann saß auf der Anklagebank des Amtsgerichts Rahden, weil er betrunken Auto gefahren sein soll. In der Straftat sahen Richter Hagenkötter und die Staatsanwältin allerdings nicht das größte Problem: Sie warnten den Mann vor Alkoholproblemen, da er laut medizinischem Bericht mit 2,1 Promille noch problemlos gehen, denken und sprechen konnte.

„Andere Leute kriegen mit 2,1 Promille gar nichts mehr hin“, verdeutlichte Hagenkötter. Das spreche dafür, dass der Angeklagte gewohnt ist, erhebliche Mengen Alkohol zu sich zu nehmen. „Bei ihnen liegt augenscheinlich ein ganz massives Alkoholproblem vor“, vermutete er.

Der Angeklagte war schon einmal wegen Trunkenheit im Straßenverkehr aufgefallen. Damals kam er mit einem Bußgeld davon. „Ich habe den Alkohol wirklich nicht so schlimm wahrgenommen“, versuchte der 39-Jährige seinen erneuten Fehltritt zu erklären.

Richter Hagenkötter verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 40 Euro. Außerdem verhängte er eine Führerschein-Sperrfrist von zwölf Monaten. „Der Verlust des Führerscheins ist der erste Schritt in den Abstieg“, warnte die Staatsanwältin. „Wenn Sie den Konsum von Alkohol nicht drastisch reduzieren, wird auf lange Sicht Ihr Privatleben und vor allem Ihr Job leiden.“

Der Angeklagte nahm sich ihre Worte zu Herzen: „Das gibt mir wirklich zu denken, und ich bin bemüht, mein Leben wieder in den Griff zu kriegen“, sagte er.

ks

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