45-Jähriger schüttet Spiritus auf Grillkohle nach

Junge erleidet schwere Verbrennnungen

Extrem gefährlich: Mit dieser Spiritusflasche wurde der Holzkohlegrill zusätzlich angefeuert. Auf dem Etikett befinden sich entsprechende Hinweise, die vor den Gefahren warnen. - Foto: Polizei

Rahden - Bei einem Grillunfall in Rahden ist am Samstag ein achtjähriges Kind schwer verletzt worden (wir berichteten). Aktuellen Angaben der Polizei zufolge hatte der Junge in der Nähe des Grills gespielt, als ein 45 Jahre alter Mann Spiritus in den Grill spritzte. Dabei kam es zu einer Verpuffung samt einer zirka zwei Meter hohen Stichflamme. Der Junge erlitt schwere Verbrennungen am Oberkörper, den Armen und im Gesicht.

Nach einer notärztlichen Versorgung vor Ort wurde der Achtjährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Hamm geflogen.

Das Unglück ereignete sich laut Polizei um kurz vor 18 Uhr im Garten eines Hauses an der Bauerbrinker Straße in Kleinendorf. Während der Junge im Garten mit mehreren Hunden spielte, zündete der 45-Jährige zeitgleich den Grill an. Offenbar war nach seiner Ansicht die Kohle nicht ausreichend am Glühen, so dass er den Brennspiritus nachgoss. Dadurch entstand ein hochexplosives Gas-Luft-Gemisch. In diesem Moment hielt sich das Kind im unmittelbaren Umfeld des Grills auf, heißt es im Polizeibericht.

Durch die Stichflamme fing das T-Shirt des Achtjährigen Feuer. Der 45-Jährige zog dem Jungen das brennende Hemd sofort aus, wobei der Mann leichte Verbrennungen an der Hand erlitt. Auch die Eltern des Jungen waren bei dem Unglück anwesend.

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