Informative Exkursion des Weher Heimatvereins in den Stiftsort Levern

Ritter Worad und „Wiesken“ führen durch die Geschichte

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Die Gäste aus Wehe wanderten im Stiftsort auf historischen Pfaden.

Wehe/Levern - „Mit einem so hochrangigen Empfang zum Einstieg in eure mehr als 1000-jährige Geschichte konnten wir nicht rechnen“, freute sich der Weher Heimatvereins-Vorsitzende Friedrich Schepsmeier über die informative und unterhaltsame Erlebnisführung durch die Leverner Heimatfreunde. Nun berichtet er über den Ausflug in den Stiftsort und die Einblicke in die Historie Leverns.

In der Kirche, eine aus Gemeinde- und früherer Kloster- beziehungsweise Stiftskirche bestehende Doppelkirche, und im Stiftsbereich umriss Joern Spreen-Ledebur als Ritter Worad verkleidet die Ursprünge Leverns im zehnten Jahrhundert. Der langjährige Leverner Pfarrer Thomas Horst erläuterte als Bruder Bernhardus die Gründung des Klosters im Jahr 1227 und Anneliese Fischer als Stifts-Äbtissin Sybilla von Mallinckrodt schilderte eindrucksvoll das Leben im Damenstift. Sie erläuterte auch die Architektur der restaurierten Stiftskurien.

Ein benachbartes Dorf mit ganz anderer Geschichte und Entwicklung als Wehe so intensiv kennen zu lernen, war auch für Rahdens Stadtheimatpfleger Claus-Dieter Brüning und den stellvertretenden Rahdener Bürgermeister Horst-Wilhelm Bruhn ein besonderes Erlebnis, heißt es in dem Bericht. „Wir in Wehe können euch nicht kopieren, aber mit der Bockwindmühle haben wir auf andere Weise etwas zu bieten“, bedankte sich Wehes Ortsheimatpfleger Heinrich Wiegmann.

Beeindruckt waren die Weher Gäste auch von der Gestaltung des Friedhofs mit seinem dominanten Kreuz alter Linden. Für Urnengräber besteht dort die Möglichkeit oder auch im „Rosengarten“ und im „Heidegarten“, erfuhren die Ausflügler. Auch anonyme Bestattungen von Urnen oder Särgen sind möglich. „Wie bei unserer Exkursion nach Heimsen konnten wir auch hier wichtige Anregungen für eine würdige Gestaltung von Urnenbegräbnissen auf dem Weher Friedhof sammeln“, unterstrich Helmut Klasing.

Die Kaffeepause im Hotel Meyer-Pilz bereicherte Horst Stegemöller als Nachtwächter mit plastischen Schilderungen. Bis 1937 hatte es diese Tätigkeit in Levern tatsächlich gegeben – nun bleibt sie in den Anekdoten der Heimatfreunde lebendig.

Einen eindrucksvollen Schlusspunkt setzten Karin Klanke, die als Kochbuch-Autorin Henriette Davidis Einblick in den hauswirtschaftlichen Bereich vermittelte, und Heinrich Rust im Heimathaus. Rust führte sachkundig durch die Dokumente zur Orts- und Kirchengeschichte, durch die Exponate zum Leben und Wohnen in früheren Jahrhunderten sowie die Münz- und Banknotensammlung.

Im Obergeschoss erlebten die Weher abschließend noch die Spinn- und Webstube „im Betrieb“, da mehrere Leverner Frauen die Funktion der vier großen Webstühle und der Spinnräder vorführten. Die früher getragenen linnenen Hemden und andere alte Kleidungsstücke hatte Irmgard Nobbe als Magd „Wiesken“ den Weher Gästen schon während der ersten Führung gezeigt und angepasst.

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