Ortsteil mehrere Stunden abgeriegelt

Hinweis auf Terrorverdächtigen in Rahden bestätigt sich nicht

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Die Polizei sperrte wegen ihres Einsatzes am Dienstag mehrere Straßen im Rahdener Ortsteil Varl ab.

Rahden - Von Melanie Russ. Terroralarm in Rahden: Für mehrere Stunden war das Zentrum der kleinen Ortschaft Varl gestern hermetisch abgeriegelt. Der international gesuchte Terrorverdächtige Salah Abdeslam sollte sich in dem Ortsteil der Stadt Rahden am nördlichen Rand Nordrhein-Westfalens aufhalten. Am späten Nachmittag gab die Polizei Entwarnung.

Ein vager Hinweis aus der Bevölkerung hatte den Großeinsatz eines Sondereinsatzkommandos ausgelöst. Neun Menschen, darunter drei Kinder, wurden nach Angaben der zuständigen Bielefelder Polizei im Rahmen der Ermittlungen überprüft. Zwar dauerte die Überprüfung der Personalien gestern Abend noch an, der anfängliche Verdacht, es könne eine Verbindung zu den blutigen Attentaten in Paris am 13. November geben, habe sich jedoch nicht bestätigt, erklärte Kathryn Landwehrmeyer, Pressesprecherin der Bielefelder Polizei. Es habe keine Festnahmen gegeben, widersprach sie anders lautenden Medienberichten. Die Polizei hatte die Ermittlungen am Morgen gegen 8.30 Uhr aufgenommen. Am Vormittag rückte ein Sondereinsatzkommando an, um in Kooperation mit der Polizei des Kreises Minden-Lübbecke den mutmaßlichen Aufenthaltsort des Terrorverdächtigen weiträumig abzusperren. Gegen 17 Uhr wurden Teile der Absperrung wieder aufgehoben.

Die lange Dauer des Einsatzes begründete die Polizei damit, dass man die Hinweise sehr ernst genommen habe und sehr vorsichtig vorgegangen sei, um eine Gefährdung der Bevölkerung und der Einsatzkräfte auszuschließen.

Fieberhaft fahndet die Polizei in mehreren Ländern bisher ergebnislos nach Salah Abdeslam. Er ist der Bruder eines der Attentäter von Paris und soll eine Unterstützerrolle bei den Anschlägen gespielt haben. Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, soll ein weiteres Attentat in einem Pariser Büroviertel vorbereitet haben, wurde am Dienstag bekannt. Abaaoud war vorige Woche bei einem Polizeieinsatz getötet worden.

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