Ab heute offene Kirche in Rahdener St. Johannis / Bilder zu Jesu Leiden

Ausstellung zum Saisonstart

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Highlight zum Saisonstart: Ab heute darf die Rahdener St. Johanniskirche als offene Kirche tagsüber besichtigt werden. Gemeindepfarrer Udo Schulte (l.) und sein Weher Pendant Rainer Rohrbeck (2.v.l.) freuen sich, mit Tischler Günther Schröder zum Auftakt für einige Wochen den „Kreuz- und Auferstehungsweg“ des Weher Künstlers Helmut Winkelmann (r.) als Ausstellung anbieten zu können.

Rahden - Stummen Zeitzeugen laden zum Entdecken ein und historische Kirchen versprühen besonderen Charme. Die Rahdener St. Johanniskirche trägt diesem Gedanken nun wieder Rechnung. Die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises „Offene Kirche“ bieten Besuchern in den Sommermonaten die Gelegenheit, sich von dem Rahdener Gotteshaus gefangen nehmen zu lassen. Von heute bis zum 3. Oktober öffnet das Wahrzeichen in Rahdens Stadtkern von dienstags bis samstags zwischen 11 und 17 Uhr seine Pforten.

Rund 20 Ehrenamtliche ermöglichen das Angebot der offenen Kirche. „Die Zahl ist durchaus erweiterungsfähig“, warb Gemeindepfarrer Udo Schulte für mehr personelle Unterstützung. „Es könnte sein, dass sich von 13 bis 15 Uhr durchaus mal ein Engpass ergibt. Dann bleibt der Haupteingang geöffnet und das Kirchenschiff ist durch die Glasscheiben noch zu sehen“, bittet Schulte um Verständnis, falls zur Mittagszeit dann doch einmal eine vorübergehende Teilschliessung erfolgen muss.

Zur Saisoneröffnung gibt es ein besonderes künstlerisches Schmankerl: Für mehrere Wochen ist eine Ausstellung des Weher Künstlers Helmut Winkelmann in der Kirche zu sehen, die den Kreuz- und Auferstehungsweg Jesu zeigt.

Auf 15 Lindenholztafeln hat Winkelmann Stationen des Lebens Jesu gemalt und mittels Lötkolbentechnik eingeritzt. Darunter findet sich in Kurzform die dazugehörige Geschichte. „Diese ist auch als Anregung gedacht, dass die Besucher die Relevanz für das heutige Leben hinterfragen“, so Pfarrer Schulte.

„Ich hatte vorher keine richtige Vorstellung vom christlichen Glauben, musste mich für diesen Bilderzyklus erst damit auseinandersetzen“, erzählt Helmut Winkelmann. „Ich bin kein Kirchenmaler, habe bisher meiner Fantasie freien Lauf gelassen. Zudem gibt es Kreuz-wege eigentlich eher in katholischen Gefilden“, weiß Winkelmann, der zeitweise im katholisch geprägten Oelde gearbeitet hat.

Das Wechselspiel zwischen Licht und Schatten sei sehr wichtig, so der Künstler, der sein Wissen permanent erweitert. Winkelmann ist kein Unbekannter: Die Ausstellungen im Müllerhaus an der Weher Bockwindmühle sind weithin bekannt. Und auch zum Jubiläum der Weher Kirche im Jahr 2013 waren seine Werke auf dem Kirchengelände zu sehen.

„Wir sind beim Jubiläum ins Gespräch gekommen. Bei Helmut Winkelmanns 80. Geburtstag haben wir die Auferstehungsthematik aufgegriffen“, erinnert sich Wehes Gemeindepfarrer Rainer Rohrbeck. Er freut sich, dass Winkelmann mit Günther Schröder einen „Holzwurm“ an seiner Seite hat, der für Rohmaterial sorgte. „Nach der Ausstellung werden die Werke rund um die Weher Auferstehungskirche angebracht.

Die katholische Tradition ist um Auferstehungsbilder erweiterbar. Das wird mit der Bildreihe Winkelmanns in Anlehnung an den Nazarener Schnorr von Carolsfeld aufgegriffen.

„Nach der Winkelmann-Ausstellung möchten wir immer wieder mit Bildern und Werken heimischer Künstler die Gelegenheit geben, das Gotteshaus auf neue Art zu erschließen“, gab Schulte einen Vorgeschmack.

Art

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