Haupt- und Finanzausschuss beschließt über die Förderrichtlinie für junge Ärzte

Alle möglichen Synergien ausschöpfen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Um neue und vor allem auch junge Ärzte nach Rahden zu holen, braucht es mehr als das geplante Ärztezentrum auf dem Lange-Grundstücke an der Feldstraße, in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus. Darüber ist sich die Verwaltung im Klaren. Daher hatte der Rat diese beauftragt, zur „Sicherstellung einer nachhaltigen ambulanten medizinischen Versorgung für die Bürger und zur Förderung des Gesundheitsstandortes eine Richtlinie zur Förderung der Ansiedlung von Ärzten in der Stadt“ zu erarbeiten.

In der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung am Mittwoch, 2. September, steht die Sicherstellung der Ärzteversorgung ab 17 Uhr erneut auf der Tagesordnung, wenn die Mitglieder in der Grundschulaula zusammenkommen. Dann soll auch geklärt werden, welche Umzüge der Praxen bezuschusst werden – laut Beschlussvorlage nämlich alle Praxen im Stadtgebiet. Es gebe keine Beschränkung auf das Gesundheitszentrum. „Es muss auch den bereits in Rahden niedergelassenen und älteren Ärzten die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Praxis auch nach einem Umzug in das Gesundheitszentrum neu einzurichten, um die Synergieeffekte in der Zusammenarbeit der Ärzte untereinander und mit den Mühlenkreiskliniken ausschöpfen zu können“, lautet die Begründung für die Zuschüsse für die Einrichtung der neuen Praxen.

Um die Versorgung auf Dauer sicherzustellen, sieht die Verwaltung nämlich eine Förderung der Investitionskosten für beispielsweise die Einrichtung, den Umbau, die Renovierung von Praxisräumen und die Anschaffung von medizinischen Geräten und Praxisausstattung vor. Dabei soll es sich um eine prozentuale Förderung der Investitionskosten mit 50 Prozent, maximal 50000 Euro, handeln. Im Gegenzug binden sich die Mediziner für einen Zeitraum von zehn Jahren an ihre Praxis. Wird die neue Praxis innerhalb dieser Frist aufgegeben, ist die Zuwendung nach den Förderrichtlinien anteilig zurückzuzahlen, so der Wortlaut der entsprechenden, noch zu beschließenden Richtlinie. Auch gesonderte Förderungen schließt die Verwaltung nach einer jeweiligen Einzelfallprüfung derzeit nicht aus.

Zur Förderung von Medizinstudenten im ländlichen Raum soll es in der Sitzung vorerst noch keine Entscheidung geben.

abo

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