Sozialverband unterstützt Missionarinnen Christine Lauterbach und Sabine Keulertz

„Hapa Kazi Tu“ – Hilfe, da wo gearbeitet wird

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Mit einer Spende wollen die Mitglieder des Rahdener Sozialverbands die Arbeit der Missionarinnen in Afrika unterstützen: (v.l.) Anne Waltemate, Christine Lauterbach, Hans Waltemate, Ulrike Keulertz, Marianne Nies und Christa Kunter.

Rahden - Über ein völlig anderes Leben erfuhren nun die Mitglieder des Rahdener Sozialverbands Details und tauchten dabei in die afrikanische Kultur ein. Beim Treffen des Sozialverbands Rahden begrüßte der Vorsitzende Hans Waltemate die Missionarinnen Christine Lauterbach und Ulrike Keulertz von der „Stiftung Hand in Hand, Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Frauen berichtet zum wiederholten Mal in Wort und Bild über ihre Arbeit in Tansania, heißt es in einer Mitteilung des Sozialverbands.

Sie erzählten über den Kontakt mit den Pastoren Leyda, Gabriel und Paolo, die sie im Vorjahr in Deutschland vorgestellt hatten. Lauterbach und Keulertz pflegen regen Kontakt und haben so verlässliche Ansprechpartner vor Ort. In ihren Ausführungen beschrieben sie auch die Wahl eines neuen Präsidenten, der sich auf die Fahne geschrieben hat: „Hapa Kazi Tu“, was so viel heißt wie „Hier wird viel gearbeitet“. Das bedeutet laut Lauterbach: „Menschen müssen ihre Umgebung sauber halten und Behörden bekommen pünktliche Dienstzeiten. Alkoholgenuss ist vor 16 Uhr nicht erlaubt. So tut sich in diesem Landstrich Einiges und andere Gegenden wünschen sich auch einen Präsidenten, der sich engagiert.“

Im vergangenen Jahr hatten die Missionarinnen eine „Ziegenaktion“ ins Leben gerufen. Die Spende von Ziegen an bisher 26 Frauen, die alleinstehend sind und ihre Kinder zu versorgen haben, bedeute für die Empfängerinnen ein Stück Selbstständigkeit: „Da eine Ziege etwa zwei Liter Milch pro Tag gibt, können sie so die Kinder und sich selbst ernähren“, berichtete Keulertz.

Über ihr neu erstandenes Auto, einen 21 Jahre alten Jeep, sind die beiden Frauen sehr froh, „da wir nun weniger im Morast stecken bleiben“. Auf ihren Fahrten durch Tansania besuchen und kontrollieren sie Gemeinden, Schulen und Krankenstationen, die durch Spenden finanziert werden. Dabei fallen ihnen immer wieder Situationen auf, die so nicht hinnehmbar seien – wie unterernährte Kinder. Die Missionarinnen haben daher veranlasst, dass diese Kinder ein Mal täglich mit einer großen Tasse Brei versorgt werden. Die Kinder werden zudem von Ulrike Keulertz unterrichtet, sie beten, singen und hören biblische Geschichten, die Christine Lauterbach in Suhaeli übersetzt. „Die Kinder danken, sind sehr aufmerksam und in sich gekehrt“, beschreiben die Frauen ihre Arbeit.

Weiterhin kümmern sich die Missionarinnen um die Frauen. Sie klären darüber auf, dass die Beschneidung der Mädchen verboten ist. Sie unterrichten auch im christlichen Glauben und unterstützen bei täglichen Problemen.

„Jeder, der Hilfe annimmt, muss bereit sein, wenn es ihm besser geht und er ein geregeltes Einkommen hat, zwei anderen Menschen in Not zu helfen“, so die Frauen über das Schneeball-Prinzip, das hinter ihrem erfolgreichen Wirken steckt. Für die Missionarinnen ist „der Auftrag in Tansania eine Herzensangelegenheit, die wir mit Gottes Hilfe und persönlichem Engagement durchführen“, machten sie deutlich.

Viele Patenkinder kennen die Frauen seit vielen Jahren, betreuen und begleiten sie bis ins Berufsleben. Sie feiern unter freiem Himmel Taufgottesdienste. Für die beiden Missionarinnen sei es immer wieder „ein großes Glück“, wenn sie Menschen zum christlichen Glauben führen können, „denn dann wird im Leben einer Familie alles besser“, so Lauterbach.

„Wir bedanken uns, dass es solche Menschen wie euch gibt, die sich so für andere einsetzen“, so Waltemate zum Abschluss und überreichte Spende von 250 Euro, symbolisch in einer Milchflasche verpackt.

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