Hannover Grammophons starten „Mit Volldampf in den Frühling“

Zeitreise durch die Nationen

+
„Mit Volldampf in den Frühling“. Der Titel der Kul-Tür Veranstaltung blieb beim Auftritt der Hannover Grammophons im Rahdener Gymnasium gestern keine leere Versprechung.

Rahden - Von Anika Bokelmann. Gepflegte Salonmusik, gediegene Schlager und Tanzmelodien aus der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfüllten gestern die Aula des Rahdener Gymnasiums. Dort starteten die Besucher mit Musik in den Mai und ließen sich von den Hannover Grammophons mitnehmen auf eine Reise durch eine klangvolle Welt, die man inzwischen fast nur noch aus alten TV-Produktionen kennt.

Ob rein instrumental mit dem Orientexpress von Gerhard Mohr oder begleitet von Tenor Volker Thies – das neunköpfige Ensemble aus Niedersachsens Landeshauptstadt brachte Nostalgie nach Rahden.

„Wir begeben uns heute zurück zu den Wurzeln“, hatte Monika Büntemeyer die rund 100 Zuhörer in der Aula begrüßt. Die Vorsitzende des veranstaltenden Kul-Tür-Vereins Rahden erinnerte an die Vorjahre, in denen am Maifeiertag stets zu Kaffee und Kuchen geladen worden war. Gestern gab es das Frühlingskonzert in Form einer Matinee.

„Die Natur erwacht und zeigt sich in ihrem schönsten Kleid“, so Büntemeyer, „lassen Sie uns gemeinsam schwungvoll in den Mai starten“. Und dann ging es los. Die Grammophons legten ordentlich Kohlen auf und heizten „Mit Volldampf in den Frühling“ – so der Name ihres aktuellen Programms.

Doch neu war Rahden für einige der Musiker nicht. Die Gruppe, die 1994 unter dem Namen „Ensemble des Fleurs“ in Hannover gegründet wurde, stattete Kul-Tür bereits 2004 einen Besuch ab. Seinerzeit mit einer deutlich kleineren Besetzung. Gestern begeisterten neben Volker Thies als Sänger und Moderator, der auch humorvolle Lyrik zitierte und scherzte, Berit Rufe-nach (Violine), Bettina Koch (Flöte), Kai Martin (Klarinette), Hanno Steffens (Violoncello), André Hammerschmied (Klavier), Andreas Koch (Kontrabass), Frank Schauer (Schlagzeug) und Bogdan Dragus (erste Violine). Der spanischstämmige Dragus nahm die Zuhörer mit auf einen Streifzug durch seine Heimat. Mit feurigen Klängen des „Danse Espagnol Ca“ von Kreisler hielt ein Stück Andalusien in Rahden Einzug. Mit Walzermelodien ging die musikalische Zugfahrt weiter nach Italien, wo beim „Frühling in San Remo“ Sonne und schneeweißer Strand besungen wurde.

Von dort ging es ins „Wochenend‘ und Sonnenschein“. Das passte, denn schließlich mussten nur die wenigsten gestern arbeiten, erinnerte Volker Thies: „Nur wir leisten harte Arbeit an unseren Instrumenten und mit den Stimmbändern“, scherzte der Sänger, der bei Willy Fritschs „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ das „r“ klangvoll zum Rollen brachte.

Auch modernere Stücke brachte das Ensemble während des rund zweistündigen Konzerts zu Gehör: So gehörten Falcos „Rock me Amadeus“ ebenso zum Repertoire wie Peter Fox‘ „Haus am See“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

Personaler verraten: So sieht der perfekte Bewerber aus

„Lenna” im Kurpark

„Lenna” im Kurpark

Kommentare