Handball-Profis des TuS N-Lübbecke feiern mit Fans im Haus Aleida

Achter Mann, aber die klare Nummer eins

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Der achte Spieler wird zur Nummer eins (v.l.): Hans-Joachim Gronau, Teammanager Zlatko Feric, Diakon Thomas Dullweber, Hausleiter Michael Bosse und Wolfgang Olbrich.

Rahden - Den Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke verbindet eine lange Freundschaft nicht nur zu seinem Fanclub „Red Devils“, sondern auch zu den Bewohnern der Einrichtungen des Wittekindshofes. Spiel für Spiel dürfen die Profispieler mit der vollen Unterstützung ihrer treuen Anhänger rechnen. Um sich dafür erkenntlich zu zeigen, traf man sich nun im Haus Aleida in Rahden zum gemeinsamen Grillen und führte damit eine ganz besondere Tradition fort.

Mit großem Hallo und freudigem Gesang wurden die Spieler des TuS N-Lübbecke am Haus Aleida empfangen. „Wenn ihr Handball spielt, ist das eine Show, hallo hallo, ganz Rahden flippt aus und alles schreit Wow!“, hieß es dabei in dem umgedichteten Begrüßungslied, das die etwa 50 Fans den Ankömmlingen entgegensangen.

Die Handball-Profis waren gerade vom Krafttraining in Dortmund zurückgekehrt, ließen es sich aber trotzdem nicht nehmen, noch am selben Tag an dem Treffen mit ihren Fans mit und ohne Behinderung teilzunehmen. In freudiger Erwartung waren dabei nicht nur die Spieler, die ihre besonderen Fans bei jedem Spieltag und bei Gelegenheiten wie dieser schon gut kennen gelernt haben. Auch die Neulinge der Mannschaft, die gerade erst verpflichtet wurden, waren gespannt, was sie erwarten würde.

Nach der Begrüßung wurde als erster feierlicher Akt ein neuer gemeinsamer Fanschal präsentiert. Grau und Rot geben sich auf diesem das Logo der diakonischen Wittekindsstiftung und der Red Devils die Hand. „Sehr gelungen“, fand Thomas Dullweber als Diakon und Mitglied des Fanclub-Vorstands diese Symbolkraft.

Zur Einstimmung auf den Abend hatte Dullweber ein Spiel vorbereitet. Angelehnt an das Spiel „Concept“ wurden symbolträchtige Fanutensilien auf Holzschilder befestigt. Diese wurden von einzelnen Heimbewohnern an die Handballer herangetragen, um die ersten Assoziationen damit zu erfragen. Gezeigt wurde dabei etwa der neue Fanschal, das Maskottchen der Red Devils und eine Fantröte.

Besonders letztere kam Rechtsaußenspieler Ramon Tauabo in Verbindung mit ihrem stolzen Träger sehr bekannt vor. Hans-Joachim Gronau alias „Häuptling stumme Feder“ sei mit seinen Fanfaren kaum aus den Fan-Rängen wegzudenken.

Anschließend ergriff Teammanager Zlatko Feric das Wort. „Wir haben immer gesagt, dass ihr unser achter Mann seid“, wandte er sich an die Gastgeber. „Doch da die Rückennummer acht vergeben ist, überreiche ich euch ein Trikot mit der Nummer eins. Denn für mich und die Spieler seid ihr Fans die Nummer eins.“ Zusätzlich überreichte der Teammanager 28 Dauerkarten für die kommende Saison.

Auch die Red Devils nahmen diese Gelegenheit wahr und überreichten zur Feier ihres 20-jährigen Bestehens Medaillen an ihre Mitglieder, darunter auch etliche Bewohner des Hauses Aleida. „Die Kooperation mit den Red Devils ist ein Traum“, ist Dullweber begeistert. „Es werden gemeinsame Auswärtsfahrten organisiert, und wir feuern die Mannschaft ganz selbstverständlich zusammen an. Hier wird Inklusion gelebt.“

Nach dem Essen saßen Fans und Spieler noch lange zusammen. Man kam ins Gespräch, fachsimpelte und tauschte gemeinsame Erinnerungen aus. So erinnerten sich Oliver Eikermann und Kreisläufer Christian Klimek gemeinsam nicht nur an viele Spiele zurück, sondern auch an ihr Kennenlernen auf einer solchen Veranstaltung. „Das Schöne ist, dass sich diese Menschen so sehr für uns begeistern können, auch wenn es mal nicht so gut läuft“, schätzt Klimek den Kontakt zu den Fans im Haus Aleida.

Eine besondere Freundschaft pflegen auch Teammanager Zlatko Feric und Claus Meyer. Zusammen saßen sie auf einer Hollywoodschaukel und schauten sich auf dem Handy Bilder an. „Der offizielle Teil ist für mich vorbei“, sagte der Teammanager, „jetzt bin ich nur noch hier, um Zeit mit meinem Freund zu verbringen.“

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