Guido Wiehebrink ist zweiter Bezirksbeamter der Polizei in Rahden

Neuer „Dorfsheriff“

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Guido Wiehebrink (Foto) tritt die Nachfolge von Christian Assmann an.

Rahden - Wer einen Ansprechpartner bei der Polizei sucht, ist bei Guido Wiehebrink an der richtigen Adresse: Er ist der neue Bezirksbeamte der Polizei in Rahden. Damit ist er neben seinem alteingesessenen Kollegen Karl-Heinz Bollmeier Rahdens zweiter „Dorfsheriff“. Gestern wurde er im Beisein von Landrat Dr. Ralf Niermann und Polizeidirektor Detlef Stüven offiziell in sein Amt eingeführt.

Wiehebrink tritt die Nachfolge von Christian Assmann an, der nach 45 Jahren bei der Polizei in den Ruhestand gegangen ist. Sein neues Einsatzgebiet umfasst die Rahdener Innenstadt, Wehe, Tonnenheide, Stelle und Stellerloh. Insgesamt leben dort laut Niermann etwa 8000 Menschen. Als neuer Bezirksbeamter ist Wiehebrink Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei. Er soll sich um die Sorgen der Bürger kümmern, zuhören und sich Zeit nehmen, stellte Niermann heraus.

Aufgaben, auf die sich Wiehebrink freut. „Ich hoffe, dass ich die Anforderungen, die an mich gestellt werden, erfüllen kann“, sagte der Polizeihauptkommissar. Ein Anliegen, dass ihm am Herzen liege, sei die Arbeit der Polizei bei Schulen mehr in den Blickpunkt zu rücken. Von seinen beiden Töchter im Schulalter erfahre er, wie wenig präsent die Polizei dort sei. Außerdem möchte er ein Augenmerk auf das Radfahrwesen setzen.

Der 48-Jährige zeigt sich zuversichtlich, seine Ziele umsetzen zu können: „Ich habe ja einen alten Haudegen an meiner Seite, der Land und Leute, der jeden Stein kennt“, sagte er mit Blick auf seinen Kollegen Bollmeier, der schon seit 15 Jahren die Polizei in Rahden repräsentiert. Bollmeier ist zuversichtlich, dass mit Wiehebrink der Richtige für den Job gefunden wurde: „Unter den Bewerbern war er mein Favorit“, verrät er. Bereits in den ersten Arbeitstagen – die beiden Polizisten teilen sich seit Anfang des Monats ein Büro – habe sich eine gute Zusammenarbeit abgezeichnet.

Im gesamten Kreis Minden-Lübbecke gibt es 30 Bezirksbeamte der Polizei – laut Polizeidirektor Stüven ein „ganz wichtiger Posten“. Uwe Trentelmann hieß Wiehebrink in Rahden herzlich willkommen und bedankte sich im Namen der Rahdener Verwaltung, dass die Stelle des zweiten Bezirksbeamten nach dem Ausscheiden von Christian Assmann im Mai wiederbesetzt wurde – das sei nicht selbstverständlich. Auch Niermann betonte, dass Rahden in Sachen Bezirksbeamte, bemessen an der Einwohnerzahl, sehr gut aufgestellt sei.

Guido Wiehebrink ist 48 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Töchtern im Alter von 15 und 17 Jahren. Er lebt mit seiner Familie im niedersächischen Damme. Der neue Bezirksbeamte ist seit 31 Jahren bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen. 2008 trat er seinen Dienst bei der Kreispolizeibehörde in Minden-Lübbecke bei der Polizeiwache in Espelkamp an, wo er im Streifendienst arbeitete. Zuvor war er in den Polizeipräsidien in Köln und Bielefeld im Einsatz. Er ist Mitglied in einem Schützenverein und im Dammer Karnevalsverein. In seiner Freizeit joggt Wiehebrink viel. Sein Ziel: Einmal um den Dümmer laufen.

ks

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