Landwirte ärgern sich über Entscheidung für Rallye / Sportleiter freut sich über positive Resonanz

Güllefass als Boykott-Option

Die Stemweder-Berg-Rallye des ADAC wird nun definitiv durch Pr. Ströhen führen. - Archivfoto: Bokelmann

Pr. Ströhen - Am 25. Juni wird die ADAC Rallye Stemweder Berg durch Pr. Ströhen führen. Den Streckenverlauf bestätigte jetzt Helger Groppel. Der Sportleiter des Automobilclubs Stemweder Berg informierte auch, dass die Strecke verkürzt wurde. „Der Alte Postweg wird jetzt ausgelassen“, so Groppel. Damit werden die Autofahrer auf rund 10,6 Kilometer durch Pr. Ströhen fahren.

Somit würde es Achim Valentin als Betreiber der Westfälischen Wildkammer am Alten Postweg ermöglicht, seinen Hofladen weiter zu öffnen, so Groppel. Er habe bislang nur positive Resonanz erhalten, berichtet er. „Einige Bewohner freuen sich auf die Veranstaltung.“

„Ich fühle mich total hintergangen“, ärgert sich indes Werner Sander. Der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsverbands Pr. Ströhen kritisiert, dass er vor „vollendete Tatsachen gestellt wurde“. Ihm zufolge, sei kein Kontakt aufgenommen worden und „Infomaterial habe ich auch nicht erhalten“. Zwar sei sein Grundstück nicht unmittelbar betroffen, lenkt Sander ein, „aber wenn ich weg möchte, muss ich die Strecke nutzen“.

Die Stimmung bei den Landwirten ist Sander zufolge schlecht. Beim Ausflug an Fronleichnam sei über die Rallye diskutiert worden, so Sander. „Wir könnten ein Güllefass quer auf die Straße stellen“, habe man sinniert.

Am 25. Juni wird es zwischen 7.35 und 13.45 Uhr zwei Durchläufe geben, sagt Helger Groppel zur Veranstaltung. Während dieser Zeit werden die Straßen An der Aue, Klusweg, Alte Kirchstraße, Heuerorter Straße, Zur Mühlenbrücke, An der Wickriede, Klostergarten, Kreuzweg, Holsinger Straße, In der Laune, Hinterm Fledder, Farnhorst, Im Bülten und Stellge gesperrt. Schäden, die möglicherweise durch die Fahrzeuge entstehen, werden vom Veranstalter übernommen, unterstreicht Groppel. Dazu werden im Vorfeld die Straßenverhältnisse von einem Mitarbeiter überprüft.

„Wir bekommen das aufdiktiert“, macht Werner Sander seinem Unmut Luft. Nicht nur die Landwirte würden unter dem Streckenverlauf leiden, meint er. „Es sind auch Ausflugsziele und der Radweg der Mühlenkreisroute betroffen“, führt Sander aus. Jetzt müsse man die Entscheidung akzeptieren, so der Pr. Ströher. „Aber eine weitere Rallye wird es sicher nicht geben. Beim nächsten Mal werden wir rechtzeitig die nötigen Schritte einleiten“, verspricht der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsverbands. - abo

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