Erinnerungen und moderne Feuerwehrarbeit: Löschzug Pr. Ströhen feiert Geburtstag

Grundstein für Zukunft gelegt

Freuten sich mit Bürgermeister Dr. Bert Honsel (2.v.l.), Ordnungsamtsleiter Uwe Trentelmann (4.v.l.) und Wehrführer Mark Ruhnau (3.v.r.) über drei neue Fahrzeuge: Die Rahdener Löschzugführung mit Marko Dieckröger (l.) und Carsten Kunter (3.v.l.) sowie die Pr. Ströher Zugführung mit Reiner Langhorst, Ingo Buschendorf und Stefan Wagenfeld (1., 2., und 4. v.r.).  - Foto: Schubert

Pr. Ströhen - Von Anja Schubert. „Wasser marsch“ – diesen Befehl von Einsatzkräften, wenn es um die Rettung von Hab und Gut geht, hatte sich das Wetter zum großen Festtag beim Pr. Ströher Löschzug ebenfalls zum Programm gemacht. Kühle Temperaturen und heftige Schauer begleiteten die Veranstaltung, was die fröhliche Stimmung angesichts der Vielzahl freudiger Anlässe und der zahlreichen Besucher jedoch kein Quentchen trübte.

Drei Fahrzeugübergaben, der 90. Geburtstag des Löschzugs, Beförderungen und der „Tatütata“-Aktionstag der Jugendfeuerwehr boten Grund genug zum Feiern – mit der Bevölkerung, Vertretern von Rat und Verwaltung, der Dorfgemeinschaft und natürlich den Kameraden benachbarter Wehren, der Partnerwehren Hamm-Rhynern und Glindow sowie einem Großaufgebot der Rahdener Stadtwehr.

„Solch ein volles Haus ist ein schöner Anblick“, stellte Zugführer Reiner Langhorst zur Eröffnung fest, dass das Gerätehaus zur Feier solch freudiger Anlässe schon wieder ein wenig klein anmutete. Allein die Partnerwehren aus Hamm-Rhynern und Glindow waren mit mehr als 60 Leuten angereist.

„Es gab Anlässe genug, die zeigen, wie wichtig die Freiwillige Feuerwehr und eine moderne Ausrüstung sind“, unterstrich Bürgermeister Dr. Bert Honsel, der wie sein Vorgänger Bernd Hachmann gratulierte. „Es ist die wohl mutigste ehrenamtliche Institution, deren Engagement in der Bevölkerung oft als selbstverständlich vorausgesetzt wird, die aber nicht selbstverständlich ist“, stellte Honsel heraus. Die bis an die Belastungsgrenze gehende hohe Eigenleistung bei Gerätehausneubauten, Instandhaltung sowie Wartung und Pflege der Fahrzeuge sei den Kameradinnen und Kameraden zudem mehr als hoch anzurechnen.

Mit seinem Rückblick auf die Geschichte des Pr. Ströher Löschzuges zeigte Honsel den Wandel des Feuerwehrwesens von der reinen Brandbekämpfung zur technischen Hilfeleistung auf. Mit der Übergabe der drei neuen Fahrzeuge, je einem Mannschaftstransportwagen für die Löschzüge Pr. Ströhen und Rahden sowie dem Gerätewagen Logistik für den Löschzug Pr. Ströhen als Ersatz für veraltete Fahrzeuge sei man der Verpflichtung nach einem modernen Fuhrpark und moderner Ausrüstung gern nachgekommen. Gemäß dem neuen Konzept habe man Kosten sparend insgesamt 253 000 Euro aufwenden müssen. „Doch nicht das Geld für die Ausrüstung wird in der Zukunft das Hauptproblem sein, sondern Menschen zu finden, die sich dieser psychischen und physischen Belastung ehrenamtlich aussetzen“, prognostizierte er. Sein Appell: „Tun Sie alles, um unsere Wehren zu unterstützen.“ Auch Kreisbrandmeister Michael Schäfer lobte das Engagement und die Anschaffung der neuen Fahrzeuge als einen wichtigen motivationsfördernden Schritt in die Zukunft.

„Es war trotz der Wetterkapriolen ein super Tag mit vielen Gästen, denen wir die Feuerwehrarbeit nahe bringenkonnten“, freute sich Zugführer Reiner Langhorst am Ende des Festtages.

90 Jahre Löschzug Pr. Ströhen

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