SPD und Grüne gehen neue Wege bei der Suche nach einem potenziellen Bürgermeister

Per Stellenanzeige zum geeigneten Kandidaten

Paul Lahrmann und Andrea Herrmann freuen sich auf viele Rückmeldungen auf ihre Stellenanzeige.
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Paul Lahrmann und Andrea Herrmann freuen sich auf viele Rückmeldungen auf ihre Stellenanzeige.

Stemwede - Im nächsten Jahr wählt Stemwede einen Nachfolger für Bürgermeister Gerd Rybak. Die Stemweder SPD und die Bündnisgrünen gehen bei ihrer Kandidatensuche gleich in doppelter Hinsicht neue Wege. Zum ersten Mal wollen die Parteien einen gemeinsamen Kandidaten präsentieren. Dieser soll über eine Stellenanzeige gesucht werden. Gestern stellen Vertreter der Parteien den Plan vor.

„Das ist doch mal etwas völlig anderes als die übliche Kandidatensuche“, sagt Paul Lahrmann, Vorsitzender des Stemweder SPD-Gemeindeverbands. Natürlich sei diese Art der Suche etwas ungewöhnlich, aber frischer Wind schade ja nie, pflichtet ihm Andrea Herrmann, erste stellvertretende Fraktionsvositzende der Grünen, bei. „Ich habe mich bei den Sozialdemokraten aus Lemförde informiert“, so Lahrmann weiter. „Die haben ja schon Erfahrung damit.“ In der niedersächsischen Nachbarstadt hatte der Samtgemeinderat parteiübergreifend per Annonce nach einem geeigneten Kandidaten gesucht und diesen in Rüdiger Scheibe auch gefunden.

„Frischer Wind

schadet ja nie“

„Wir haben auch die Freien Wähler angefragt, diese wollten aber nicht mitmachen“, sagt Lahrmann. „Bei uns hat es keine langen Diskussionen über diesen Vorschlag gegeben“, sagt Herrmann. Beide Parteien seien sich ziemlich schnell einig gewesen, dass ein gemeinsamer Kandidat, der zudem auch noch öffentlich gesucht werde, eine gute Lösung sei. Es wäre zwar schön, wenn sich ein Kandidat aus der Gemeinde finden ließe, Voraussetzung sei dies allerdings nicht, sagt Herrmann. „Die Fähigkeiten sind wichtiger als die Herkunft.“ Auch Lahrmann sieht das so. „Manchmal kommen von außen ja auch gute Ideen rein“, meint der Sozialdemokrat. Der Kandidat oder die Kandidatin solle Führungserfahrung haben, kreativ und kommunikativ sein sowie teamfähig arbeiten können.

Die Anzeigen werden sowohl in Printmedien veröffentlicht, als auch auf den Internetseiten und den Facebook-Auftritten der Parteien zu sehen sein.

Die Bewerbungsfrist endet am Sonnabend, 4. Oktober. Nach Gesprächen mit den Bewerbern soll eine Entscheidung bis Ende Oktober getroffen werden. Dies sei notwendig, um einen vernünftigen Wahlkampf führen zu können.

Nach der Vorstellung des Kandidaten in den Fraktionen im November soll dieser der Öffentlichkeit präsentiert werden. Um Meldefristen einzuhalten, muss der Kandidat bis spätestens Ende März auf den Parteikonferenzen nominiert werden.

mj

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