Großes Frühstücks-Fest zum Abschluss des Projekts „Klasse 2000“ mit Büfett in der Aula / Lehrer wollen Methoden im Unterricht nutzen

Grundschüler haben Spaß an Bewegung und gesundem Essen

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Eine große Auswahl gesunder Snacks hatten die Grundschüler für ihre Eltern vorbereitet.

Rahden - Vernünftig essen und trinken, sich bewegen und entspannen: Drei Wochen lang lernten die Kinder der Rahdener Grundschule im Rahmen des Programms „Klasse 2000“, gesund und fit zu leben. Zum Abschluss des Projekts zeigten die Schüler nun bei einem großen Frühstücks-Fest mit Lehrern und Eltern in der Aula, wie ein gesunder Start in den Tag oder ein perfektes Pausenbrot aussehen kann.

Auf mehreren Tischen reihten sich von den Schülern zubereitete Käsespieße mit Weintrauben, belegte Fladenbrote und Schwarzbrot-Schnitten mit Frischkäse und Gemüse. Doch bevor sich alle auf das reichhaltige Büfett stürzen durften, stand Bewegung für Jung und Alt auf dem Programm.

Die Jungen und Mädchen gaben ihren Eltern mit einer Bewegungspause einen Einblick in ihre vergangenen Schulstunden. Dabei tummelten sie sich in der Aula, streckten sich, hüpften, gingen in die Hocke, rissen ihre Arme in die Luft und drehten sich im Kreis. Damit trainierten sie Kraft, Koordination und Ausdauer.

„Die haben so einen Spaß daran, sich zu bewegen“, erzählt „Klasse 2000“-Gesundheitsförderin Diana Kechlo. Auch beim Rest des umfangreichen Programms hätten die Rahdener Grundschüler gut mitgemacht. „Die sind so toll“, schwärmt Kechlo, die mit dem Gesundheitsprogramm auch schon in Klassen in Hann. Ströhen und Diepenau gewesen ist. „Ich habe in keiner Schule erlebt, dass die Kinder nicht mitgemacht haben“, schildert sie ihre Erfahrung und schlussfolgert daraus: „Das Programm kommt sehr gut an.“

Die Kinder sollen dabei Kechlo zufolge lernen, dass es toll ist, gesund zu sein. „Das besondere am Projekt ist: Alles ist erlaubt, nichts ist verboten – nur die richtige Menge machts“, fasst sie die Vorteile von „Klasse 2000“ zusammen. Dieses Credo könne man sowohl auf das Essen, als auch auf andere Tätigkeiten wie Faulenzen oder Fernsehen beziehen.

Die Methoden der Gesundheitsexpertin seien sehr ansprechend, lobt Konrektorin Frauke Prenzel. Sie findet das Programm „genial“. Vieles würden sie und ihre Kollegen in den Unterricht übernehmen – beispielsweise Bewegungs- und Entspannungspausen. Gut findet die Konrektorin die „Klaro-Atmung“. Dabei lernen die Schüler, langsam auszuatmen, um sich zu entspannen. „Vor Tests machen wir das“, verrät Prenzel und ergänzt: „Die Stunden mit Frau Kechlo fanden wir alle super.“ In Rahden war Diana Kechlo in den ersten und zweiten Klassen.

Das Programm baut aufeinander auf und begleitet die Kinder von der ersten bis zur vierten Jahrgangsstufe. Die dritte Klasse betreut Kechlos Kollegin, die Viertklässler sind nicht beteiligt, weil das Programm in Rahden erst im Jahr 2012 gestartet ist. Die Gesundheitsförderer kommen für zwei bis drei Impulsstunden in die Klassen. Um die Inhalte zu vertiefen, geben sie den Lehrern weiteres Material an die Hand.

Das Gesundheitsprogramm „Klasse 2000“ wurde 1991 von Experten aus Medizin und Pädagogik am Klinikum in Nürnberg entwickelt und seitdem ständig aktualisiert. Im Jahr 2013 beteiligten sich 18376 Klassen aus allen Bundesländern. Damit ist „Klasse 2000“ laut den Verantwortlichen das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung in Grundschulen und hat schon mehr als eine Millionen Kinder erreicht. In Rahden sponsert der Förderverein der städtischen Grundschule das Projekt.

ks

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