Großer Ansturm beim siebten Kulturfrühstück des Heimatvereins Wehe

Landbrot und Comedy

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Edith Stöver treibt als aufdringliche Gastgeberin Uwe Brettholle in die Flucht.

Wehe - Man musste sich schon reichlich schlank machen, um am Sonntagvormittag im Müllerhaus an der Weher Bockwindmühle noch ein Plätzchen zu ergattern. Eng war es an den Tischen, an denen die Besucher ein reichhaltiges Frühstück genossen und angeregt klönten. Friedrich Schepsmeier blickte strahlend in die Runde, wenn er nicht gerade höchstpersönliche die nächsten Besucher begrüßte. Der Vorsitzende des Weher Heimatvereins war mit der siebten Auflage des Kulturfrühstücks überaus zufrieden.

„Der Ansturm ist groß, der Platz reicht knapp, um alle unterzubringen“, so Schepsmeier. Das tue der Gemütlichkeit aber keinen Abbruch. Alle seien begierig darauf, die „Schatulle“ zu sehen. Während der Heimatverein wieder einmal ein riesiges Frühstücksbuffet mit diversen Aufschnitten, Eierspeisen, selbstgemachter Marmelade und verschiedenen Brotsorten aufgefahren hatte, waren Rahdener Laienschauspieler dieses Mal für den kulturellen Part zuständig.

Acht Sketche, die sich natürlich alle ums Essen und Trinken drehten und manch einen Zuschauer sicherlich an eigene ähnliche Erlebnisse erinnerten, hatten die acht Laienschauspieler mitgebracht. Wer kennt die Situation nicht? Man ist zum Essen eingeladen und der Gastgeber bietet wohlmeinend noch ein Stückchen hiervon oder davon an – und gibt nicht auf, auch wenn man ihm versichert, dass „wirklich nichts mehr rein geht“. Edith Stöver übertrieb ihre „Gastfreundschaft“ allerdings so sehr, dass Uwe Brettholle verzweifelt die Flucht ergriff.

Ganz ohne Worte kamen Friedlind Thane, die gemeinsam mit Stöver auch Regie führte, und Sebastian Spreen im Sketch „Kellner-Pantomime“ aus, in dem sich Thane in ein Nobelrestaurant verirrt und den etwas versnobten Kellner mit ihrer mangelnden Tisch-Etikette zur Verzweiflung treibt.

Zum Abschluss gaben Friedlind Thane, Edith Stöver, Wolfgang Hanke, Uwe Brettholle, Andrea Schiermeier, Sebastian Spreen, Angelika Carstensen und Paul Mallinson ihren Zuschauern noch einige interessante Rezepte auf der Feder von Loriot mit auf den Weg, die sich allerdings nur bedingt zum Nachkochen eignen. Nilpferd, Büffel oder Elefanten hat der Schlachter um die Ecke schließlich eher selten im Angebot.

Friedrich Schepsmeier freute besonders, dass auch viele Weher der Einladung zum Frühstück gefolgt waren, schließlich sei es eine Veranstaltung für die Dorfgemeinschaft. An den Backtagen kämen dagegen eher Auswärtige auf das Mühlengelände. Die waren allerdings auch am Sonntag nach Wehe gekommen – unter anderem eine Gruppe aus Bielefeld, die schon zu den Stammgästen zählt.

Im nächsten Jahr wird das Kulturfrühstück eventuell wieder in die mehr Raum bietende Kirche verlegt. Schepsmeier hofft, den Kabarettisten Bernd Gieseking verpflichten zu können. Der Kontakt sei über Pfarrer Rainer Rohrbeck zustande gekommen, so Schepsmeier, der die gute Kooperation mit der Kirchengemeinde lobt. Schon im vergangenen Jahr, als Fernsehrichterin Barbara Salesch zu Gast war, hatte der Heimatverein in der Weher Kirche Unterschlupf gefunden.

mer

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