Große Herausforderungen durch Flüchtlinge

Stadt auf der Suche nach mehr Wohnraum

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Mediengruppe Kreiszeitung

Rahden - Die Unterbringung von Flüchtlingen stellt Rahdens Ordnungsamtsleiter Uwe Trentelmann vor zunehmend große Herausforderungen. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sprach er von einer rasanten Entwicklung. Wurden der Stadt im Juni noch 13 und im Juli 15 Asylbewerber zugewiesen, waren es im August bereits 20, im September 50, im Oktober 58 und im November bislang 44. Inzwischen würden Flüchtlinge auch an jedem Wochentag, sogar freitags zugewiesen, so dass in der Verwaltung erhebliche Überstunden anfielen.

Noch höher wären diese wohl ohne die Unterstützung des Präventionsrates, dem Bürgermeister Bert Honsel erneut für sein enormes Engagement dankte. Ohne dessen Hilfe, so betont die Verwaltung, wäre die Betreuung der Asylbewerber kaum machbar.

Zumindest eine einigermaßen gute Nachricht konnte Trentelmann verkünden: Die Stadt soll im Dezember rund 595000 Euro aus dem Fördertopf von Bund und Land bekommen. Eine verbindliche Zuweisungsmitteilung liegt vor. Inklusive einer bereits erhaltenen Zahlung von 296000 Euro bekommt sie insgesamt 891000 Euro.

Auch die Beschaffung von Wohnraum wird zunehmend zum Problem. „Ich kann gar nicht so schnell Wohnungen anmieten, wie Asylbewerber zugewiesen werden“, so Trentelmann. Alternativ will die Verwaltung darum Häuser ankaufen. Man sei bereits mit Hausbesitzern im Gespräch. Öffentliche Objekte, etwa Sporthallen, sollen nach Möglichkeit nicht genutzt werden. „Wir wollen vermeiden, dass die Sportvereine in Anspruch genommen werden“, so Honsel.

Bianca Winkelmann (CDU) und Friedrich Schepsmeier (SPD) räumten mit „dummen Gerüchten“ auf. Sie habe von Vermietern viel positive Resonanz bekommen. Die Flüchtlinge hielten die Wohnungen sehr sauber. Winkelmann ermutigte Eigentümer, ihre Immobilien an die Stadt zu vermieten. „Da macht man nichts verkehrt.“ Die Flüchtlinge verhielten sich im Wesentlichen vorbildlich und „machen es uns relativ leicht“, ergänzte Schepsmeier.

Warum nicht selber bauen? Diese Frage warf Marion Spreen (SPD) auf. Ihr Vorschlag: Mithilfe von Fördergeldern für den sozialen Wohnungsbau neuen, günstigen Wohnraum schaffen, nicht nur für Asylbewerber. Ähnliche Gedanken hat sich laut Bauamtsleiter Dieter Drunagel auch die Verwaltung gemacht. Das Modell sozialer Wohnungsbau ist laut Drunagel aber aufgrund niedriger Zinsen nicht realisierbar.

mer

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