Glindower und Rahdener blicken auf 25 Jahre Städtepartnerschaft zurück

Freunde feiern gemeinsam

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Glindow und Rahden wollen auch in Zukunft an einem Strang ziehen: (v.l.) Sigmar Wilhelm, Maria Kneiphoff und Bert Honsel.

Rahden - Von Anika Bokelmann. In Glindow steht auf dem Rahdener Platz seit 1996 der Vereinsbogen der Auestadt, in Rahden seit 1998 der Ziegelofen der Glindower. Dort feierten Vertreter der beiden Städte am Sonnabend nicht nur 25 Jahre deutsche Einheit, sondern auch die Einweihung des frisch sanierten und erweiterten Glindower Platzes als sichtbares Zeichen der Freundschaft.

Auf Initiative von Stadtheimatpfleger Claus Dieter-Brüning ist dieser um Trittsteine im Boden erweiterter worden. Seit 1990 verbindet Glindow und Rahden eine Städtepartnerschaft, die damals mit einer Urkunde besiegelt wurde. Eine 34-köpfige Delegation, darunter die amtierende Kirschkönigin Maria Kneiphoff, hatte sich am Wochenende aus dem Brandenburgischen auf den vierstündigen Weg gemacht, um den Tag der Deutschen Einheit in Rahden zu feiern. Vertreter der Kleintierzüchter, der Feuerwehr, des Heimatvereins sowie Fußballvereins, Chor und Schule trafen am frühen Nachmittag an der Weher Bockwindmühle ein.

Nach einer Stärkung mit den traditionellen Dinkelwaffeln ging es per Moorhof-Express im gemütlichen Tempo in die Rahdener Innenstadt, wo Bürgermeister Bernd Hachmann und Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm aus Glindow auf dem einstigen Lübkingschen Platz – heute Glindower Platz – an den Vertragsabschluss erinnerten. Erinnerungen an den Tag der Deutschen Einheit und den Mauerfall hatten auch weitere Vertreter der Delegation: Das Ehepaar Helmut und Ilona Lorentz vom Glindower Heimatverein berichtete von der Wiedervereinigung, die sie in Berlin miterlebt hatten: „Es waren so viele neue Eindrücke und endlich waren wir frei“, blickte Hartmut Lorentz zurück. Er sei damals sehr aufgeregt gewesen, weiß er bis heute.

Rahden und Glindow feiern ihre Freundschaft

„Wo sind die 25 Jahre nur geblieben?“, fragte Bernd Hachmann, als er die Städtefreundschaft anlässlich deren Silberhochzeit, so Wilhelm, Revue passieren ließ. Das vergangene Vierteljahrhundert sei von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, gegenseitigen Besuchen und einer immer stärkeren Freundschaft geprägt gewesen, waren sich die Verwaltungschefs einig.

Aus Glindower Sicht erzählte Ortsvorsteher Wilhelm von wirtschaftlichen Kooperationen, durch die die Spargelfelder in Beelitz wieder an Popularität gewonnen hätten. Auch beim Aufbau der Verwaltung sei die ostdeutsche Gemeinde von den Partnern unterstützt worden. „Wir haben gegenseitig das Leben der anderen kennen und schätzen gelernt“, schloss Wilhelm. Vor 25 Jahren hatten die Bürgermeister Wilhelm Möhring (Rahden) und Wilfried Nikolai (Glindow) in Glindow die Partnerschaft besiegelt, erinnerte sich Hachmann. Groß war auch die Freude, als Heinz Coors als Mitinitiator der Partnerschaft dem Jubiläumsfest einen Besuch abstattete.

Dass die Freundschaft nicht nur auf dem Papier bestehe, sondern aktiv gelebt werde, lobte Sigmar Wilhelm. Erkennbar sei dies an den diversen Aktivitäten und gegenseitigen Besuchen der verschiedenen Vereine untereinander. Auch die Jugend sei sehr engagiert, ergänzte Bernd Hachmann, dessen Nachfolger Dr. Bert Honsel am Sonnabendnachmittag erstmals in seiner neuen Funktion auf die Gäste aus Glindow traf.

Das nächste Treffen steht auch schon fest: Im Juli 2017 feiern die Glindower ihr Kirsch- und Ziegelfest sowie das 700-jährige Bestehen des Ortes. Dazu lud Ortsvorsteher Sigmar Wilhelm die Freunde bereits jetzt ein. Gemeinsam verbrachten sie den Abend noch beim Konzert des Posaunenchores und einem Abendessen im Rahdener Bahnhof. Am Sonntagnachmittag ging es dann mit dem Bus zurück nach Glindow.

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