Höhen und Tiefen schweißen Rahdener Löschgruppen noch stärker zusammen

Nur gemeinsam eine schlagkräftige Truppe

Die Abordnung der Partnerwehr aus dem brandenburgischen Glindow überreichte eine Miniaturszene für „Einsatzfahrten im Trockenen“. - Fotos: Schubert

Pr. Ströhen - Noch vor wenigen Jahren wäre die Übergabe eines Fahrzeuges an den Rahdener Löschzug in Pr. Ströhen undenkbar gewesen“, stellten Wehrführer Mark Ruhnau sowie seine Stellvertreter Reiner Langhorst (Zugführer Pr. Ströhen) und Carsten Kunter (Zugführer Rahden) in ihren Ansprachen heraus. „Mit den Löschzügen und -gruppen rücken seit einiger Zeit auch die Ortschaften näher zusammen, denn nur gemeinsam sind wir eine schlagkräftige Truppe.“

Um die Geschlossenheit der Stadtwehr hervorzuheben seien die neuen Fahrzeuge erstmalig ausschließlich mit dem Schriftzug „Stadt Rahden“ versehen. „Eher fallen Ostern und Weihnachten auf einen Tag, als dass in Pr. Ströhen ein Rahdener Fahrzeug übergeben wird“, erinnerte auch Kunter augenzwinkernd an das alte Kirchturmdenken. Doch das sei vorbei, seit man die Notwendigkeit eines gemeinsamen Miteinanders erkannt habe. „Es gibt ein starkes Wir-Gefühl, dass sich durch alle Altersklassen zieht und auch vor der Ausbildungsgemeinschaft mit den Nachbarkommunen nicht Halt macht.“

Vom Oldieclub der ehemaligen Betriebsfeuerwehr der Firma Naue aus Espelkamp gab es eine historische Pumpe für die Jugendfeuerwehr.

Doch nicht nur gemeinsame Einsätze und freudige Anlässe wie dieser schweißten zusammen, sagte Kunter mit Blick auf die Folgeereignisse der Standortfestlegung für das neue Gerätehaus der Löschgruppen Varl und Sielhorst auf. „Die Ereignisse der letzten Wochen waren belastend und anstrengend, als sich in Varl kurzfristig Personalengpass ankündigte. Alle anderen Wehren haben ausgeholfen, auch aus den Nachbarkommunen, um Schutz und Hilfe für die Bevölkerung sicherzustellen. Das hat uns noch mehr zusammengeschweißt.“ Mit dem gemeinsamen Fest am Pfingstsonntag sei ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Stadtwehr gelegt worden, war sich die Wehrführung einig.

Geschlossenheit zeigten auch Pr. Ströhens Ortsvorsteherin Bianca Winkelmann und ihre Kleinendorfer und Rahdener Pendants Ulla Thielemann und Reinhard Warner mit einem gemeinsamen Geschenk. „Unterstützt unsere Feuerwehren, wo es nur geht. Denn dann bleiben sie uns auch in der Zukunft motiviert erhalten und sind im Ernstfall für uns da“, sprach Winkelmann für die Vereinsgemeinschaften ihren Dank aus und appellierte an die Bevölkerung: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dieses wichtige, belastende Ehrenamt, zum Teil unter Gefährdung des eigenen Lebens zum Wohl der Bürger auszuüben.“

Gratulationen und nicht ganz alltägliche Geschenke gab es auch von anderer Seite. Die Glindower Partnerwehr überreichte eine liebevoll selbst gefertigte Miniaturlandschaft, der Förderverein des Löschzuges brachte mit einer Wärmebildkamera ein ersehntes Präsent für den Feuerwehralltag mit. „So etwas vor Ort zu haben, ist hilfreich. Die Stadt hält uns mit Fahrzeugen und Ausrüstung auf dem modernsten Stand, doch nicht jede Zusatzausstattung kann aus dem Stadtsäckel kommen“, freute sich Reiner Langhorst. Die Nachwuchsgruppe um Sven Meyrose erhielt vom Oldieclub der ehemaligen Betriebsfeuerwehr Naue aus Espelkamp mit einer TS25 eine historische Pumpe. 

90 Jahre Löschzug Pr. Ströhen

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